Tausende protestieren in München gegen sexualisierte Gewalt

Rund 6.000 Menschen demonstrieren in München gegen sexualisierte Online-Gewalt. Im Fokus: Forderungen nach strengeren Gesetzen und mehr Opferschutz bei Deepfakes.
dpa |
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In München sind Tausende für Solidarität mit Betroffenen von digitaler, sexueller Gewalt auf die Straße gegangen.
In München sind Tausende für Solidarität mit Betroffenen von digitaler, sexueller Gewalt auf die Straße gegangen. © Felix Hörhager/dpa
München

Tausende Menschen haben in München gegen sexualisierte Online-Gewalt demonstriert. Nach Angaben der Veranstalter nahmen rund 6.000 Menschen an der Kundgebung teil, zu der unter anderem die Grüne Jugend München und die Initiative "Feminists United" aufgerufen hatten.

Im Mittelpunkt stand Solidarität mit der Moderatorin Collien Fernandes sowie ein Protest gegen digitale Gewalt gegen Frauen. Auf der Kundgebung sprach unter anderem die Fraktionschefin der Grünen im bayerischen Landtag, Katharina Schulze. Auch der designierte Münchner Oberbürgermeister Dominik Krause beteiligte sich an dem Protest.

Forderung: Strengere Gesetze gegen Deepfakes

Schulze forderte strengere Gesetze gegen manipulierte pornografische Inhalte im Internet. "Wenn man pornografische Deepfakes herstellt oder weiterleitet, muss das in Zukunft strafbar sein", sagte sie. Außerdem müssten Technologieunternehmen stärker in die Verantwortung genommen werden und ihre Algorithmen offenlegen.

Zudem sprach sich Schulze für mehr Geld für Beratungsangebote, Frauenhäuser und Präventionsarbeit aus.

Schwere Vorwürfe gegen Schauspieler Ulmen

Hintergrund der aktuellen Debatte über digitale Gewalt sind schwere Vorwürfe der Moderatorin und Schauspielerin Fernandes gegen ihren Ex-Partner, den Schauspieler Christian Ulmen, über die zuerst der "Spiegel" berichtet hatte. 

Sie wirft ihm vor, Fake-Profile in ihrem Namen erstellt und darüber pornografische Darstellungen verbreitet zu haben. Für Ulmen gilt die Unschuldsvermutung. Sein Anwalt Christian Schertz kündigte an, gegen die "initiale Berichterstattung" des "Spiegels" gerichtliche Schritte einzuleiten.

Hinweis: Diese Meldung ist Teil eines automatisierten Angebots der nach strengen journalistischen Regeln arbeitenden Deutschen Presse-Agentur (dpa). Sie wird von der AZ-Onlineredaktion nicht bearbeitet oder geprüft. Fragen und Hinweise bitte an feedback@az-muenchen.de

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