Tatort Brauneck-Bergbahn: Waren Serien-Einbrecher am Werk?
Irgendwann zwischen 23.50 Uhr und 5.30 Uhr in der Nacht zum Montag schlugen sie zu: Ein oder mehrere Unbekannte drangen in die Talstation der Brauneck-Bergbahn in Lenggries ein, öffneten mit Gewalt den Tresor und verschwanden mit mehr als 20.000 Euro Bargeld. Zudem verursachte das rabiate Vorgehen des oder der Täter einen Sachschaden von mehreren Tausend Euro.
Ein Mitarbeiter der Bergbahn entdeckte den Einbruch und alarmierte die Polizei.
Wegen der Spurensicherung sei die Kasse morgens zunächst geschlossen geblieben, sagte die Geschäftsführerin der Brauneck-Bergbahn, Antonia Asenstorfer. Allerdings habe die Kabinenbahn wegen des starken Windes am Montagmorgen ohnehin nicht fahren können, erst am Vormittag sei der Betrieb aufgenommen worden. Bei der Beute handelte es sich laut Asenstorfer um Wechselgeld – nicht etwa um die Einnahmen des ersten Faschingsferien-Wochenendes, das "sehr gut" gewesen war.

Noch sei unklar, ob in Lenggries einer oder mehrere Täter am Werk waren. "Wir werten Spuren aus, die Ermittlungen laufen", sagt Daniel Katz vom Polizeipräsidium Oberbayern Süd der AZ. Eine "heiße Spur" gebe es aktuell noch nicht. Sicher ist allerdings: Die Fahnder prüfen, ob es eine Verbindung zu ähnlichen Fällen aus dem vergangenen Jahr im Allgäu gibt.
Drei Vorfälle im Allgäu lassen die Ermittler aufhorchen
Denn die Brauneck-Bahn ist nicht die erste bayerische Wintersportanlage, die Kriminelle ins Visier genommen haben. Die Allgäuer "Serie" beginnt Ende Juli auf dem Gelände der Tegelbergbahn in Schwangau. "Dort haben Unbekannte versucht, einen Geldautomaten aufzubrechen – allerdings ohne Erfolg" , sagt Johannes Stoll vom Polizeipräsidium Schwaben Sü d.

In der Nacht vom 10. auf den 11. September trifft es erneut die Tegelbergbahn: Einer oder mehrere Einbrecher dringen in das Bürogebäude ein und versuchen, den Tresor aufzuflexen. Sie scheitern, verursachen aber einen Sachschaden im fünfstelligen Bereich.
Auch die Alpsee-Bergwelt wird 2025 zum Tatort
Nur wenige Tage später – am 15. September 2025 – wird die Polizei erneut zu einer Freizeitanlage gerufen: Unbekannte haben sich in der Nacht Zugang zu den Verwaltungsräumen der Alpsee-Bergwelt bei Immenstadt verschafft, den Tresor mit einem Trennschleifer aufgebrochen und Bargeld entwendet.
Welche Summe gestohlen wurde, verraten die Ermittler nicht. Doch allein den Sachschaden beziffert die Kriminalpolizei auf mehrere Zehntausend Euro.

Wenige Tage später wird unter einer kleinen Straßenbrücke das mögliche Tatwerkzeug gefunden. „Die Täter selbst sind in allen drei Allgäuer Fällen aber weiterhin flüchtig“, sagt Johannes Stoll.
Ob es sich um dieselben wie in Lenggries handelt, ob womöglich eine Bande ihr Unwesen treibt? „Wir ermitteln in alle Richtungen“, heißt es von den federführenden Präsidien.
Zur Aufklärung der Tat(en) bitte die Polizei um Hinweise unter 0881 / 6400.
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