Süffiges Jubiläum: Seit 25 Jahren wird in der Altstadt Bier gebraut
Die Hausbrauerei produziert sechs Sorten und jährlich 1500 Hektoliter Bier – unter dem Dürer-Platz sind die riesigen Bier-Keller
NÜRNBERG Es ist das süffigste Jubiläum des Jahres! Die Nürnberger Hausbrauerei Altstadthof feiert am 1. Mai ihr 25-jähriges Bestehen. Dabei ist das Braurecht auf dem Gelände tatsächlich Jahrhunderte alt – und gleichzeitig der Ursprung der Nürnberger Felsenkeller unter dem Burgberg.
Die Stadt Nürnberg verfügte nämlich, dass man nur mit einem Bier-Keller zur kühlen Lagerung der Fässer auch den leckeren Gerstensaft herstellen durfte. Also buddelten sich die Nürnberger bereits im Jahr 1380 in den Untergrund. Die Felsenkeller wuchsen noch bis ins 19. Jahrhundert – da wurde das unterste Geschoss in den Fels getrieben.
Bis zu 24 Meter tief unter den Albrecht-Dürer-Platz
Und weil Bier und Burgberg in der Altstadtbrauerei so eng verzahnt sind, öffnet der Hausbrauerei- und gleichzeitiger Felsenkeller-Chef Reinhard Engel am Jubiläum den Neugierigen Tür und Keller-Tor. Alle halbe Stunde können Besucher in die Keller bis zu 24 Meter tief unter den Albrecht-Dürer-Platz steigen. Auf unzähligen Metern erstreckt sich dort das kühle Labyrinth. „Jeder Keller ist maximal 15 mal 15 Nürnberger Schuh’ groß“, erklärt Keller-Chef Engel. Dank einer neuen Beleuchtung kann man diese Dimensionen auch genau nachvollziehen. Außerdem gibt’s neue Info-Tafeln, die das große Netz der ehemaligen Trinkwasserstollen zeigen.
Freilich: Wer Durst hat, der ist in der Hausbrauerei richtig. Sechs verschiedene Biersorten werden mit einem Jahresausstoß von 1500 Hektolitern Bier hier jährlich gebraut. Dabei ist die Hausbrauerei Deutschlands erste Bio-Brauerei – und diente anderen Mini-Brauhäusern als Vorbild: Über 200 Klein-Brauereien sind nach dem Vorbild des Altstadthofes bereits entstanden.
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