Neue Studie: So viele Wohnungen fehlen aktuell in Bayern

Die Wohnungssuche hat sich in vielen Regionen zum Alptraum entwickelt. Nach einer Studie des Pestel-Instituts behindert der Wohnungsmangel den Weg aus der Wirtschaftskrise.
dpa |
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In Bayern fehlten Ende 2024 nach Schätzung des Pestel-Instituts 233.000 Wohnungen. (Symbolbild)
In Bayern fehlten Ende 2024 nach Schätzung des Pestel-Instituts 233.000 Wohnungen. (Symbolbild) © Karl-Josef Hildenbrand/dpa

Der Wohnungsmangel in Deutschland hat nach Einschätzung des Pestel-Instituts bereits Ende 2024 einen Rekordstand von bundesweit 1,4 Millionen fehlenden Wohnungen erreicht. Besserung in den nächsten Jahren ist der Studie zufolge nicht in Sicht, wie Pestel-Chefökonom Matthias Günther in Berlin sagte. Wenig überraschend liegen in absoluten Zahlen die beiden größten und bevölkerungsreichsten Bundesländer an der Spitze: In Nordrhein-Westfalen fehlten Ende 2024 demnach 376.000 Wohnungen, gefolgt von 233.000 in Bayern. 

Schätzung: Bis zu 78.000 Wohnungen müssten in Bayern jährlich gebaut werden 

Den Gesamtbedarf in Bayern von 2025 bis 2030 schätzt das Wirtschaftsforschungsinstitut auf bis zu 470.000 neue Wohnungen. Dafür müssten im Freistaat Jahr für Jahr etwa 78.000 Wohnungen neu gebaut werden – eine Marke, die auch in den guten Jahren bis 2022 nicht erreicht wurde. 

Bundesweit erwartet das Institut für die nähere Zukunft den Bau von lediglich rund 200.000 neuen Wohnungen pro Jahr, etwa halb so viele wie der angenommene jährliche Bedarf. Der Wohnungsmangel ist der Analyse zufolge zur Wirtschaftsbremse geworden. Ohne einen Aufschwung des Wohnungsbaus könnten keine Zuwanderer für die Arbeitsmärkte gewonnen werden "und unser Land wird die Wachstumsschwäche nicht überwinden können", heißt es in dem Papier. 

Junge und Alte leiden gleichermaßen 

Auftraggeber der Studie war das Bündnis Soziales Wohnen, ein Zusammenschluss des Deutschen Mieterbunds, der IG Bau, der Gesellschaft für Mauerwerks- und Wohnungsbau und anderer Organisationen. Das Bündnis forderte einen Bund-Länder-Pakt für den Wohnungsbau, insbesondere den Bau von mehr Sozialwohnungen. 

Am stärksten unter der Entwicklung leiden demnach die junge Generation bis 25 und ältere Menschen. Die Jüngeren sind laut Studie auf dem Wohnungsmarkt zur "benachteiligten Gruppe" geworden. Und viele ältere Großstadtbewohner könnten sich nach dem Ende des Arbeitslebens ihre Mietwohnungen nicht mehr leisten und müssten fortziehen. Die Ökonomen verweisen ausdrücklich auf München und Hamburg als zwei Metropolen, die von älteren Menschen in größerer Zahl verlassen werden.

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4 Kommentare
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  • Bongo am 15.01.2026 17:32 Uhr / Bewertung:

    Also, wir könnten dem Mobilist unsere Gäste-Toilette zum wohnen anbieten, die hätte ca. 1qm. Er müßte dann halt „sitzend“ schlafen. Und für dieUnterbringung seines Lastenfahrrades ließe sich bestimmt auch eine Lösung finden.

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  • Mobilist am 15.01.2026 13:19 Uhr / Bewertung:

    Der duchschnittliche Flächenbedarf hat sich innerhalb der letzten 50 Jahren auf mehr als 45m² pro Person verdoppelt. Wenn jede Person im Schnitt 1m² weniger verbrauchen würde müsste rein statistisch gesehen keine einzige Wohnung mehr gebaut werden.

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  • Himbeer-Toni am 15.01.2026 14:27 Uhr / Bewertung:
    Antwort auf Kommentar von Mobilist

    Wollen Sie eine Mauer durch meine Wohnung ziehen, und fremde Menschen bei mir einquartieren, oder wie soll ich Ihren Beitrag verstehen?
    Oder wollen Sie ältere Leute die schon über 50 Jahre in einer Wohnung leben,
    sie aus ihrem gewohnten sozialen Umfeld rausreißen, und sie in ein kleines Appartement nach Neuperlach verfrachten?
    Nur damit dem jährlich steigenden Bedarf von außerhalb nachgekommen werden kann? Der Deutsche an sich vermehrt sich ja nicht mehr, das ist ja statistisch erwiesen.

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