Straßensperrung in Tirol: Junge Union Tegernsee droht mit Vergeltung

Der Streit um die Sperrung der Landstraßen in Tirol geht in die nächste Runde. Die Junge Union Tegernsee droht Österreich mit Vergeltungsmaßnahmen.
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Die Junge Union Tegernsee-Egern-Kreuth droht dem Landeshauptmann Tirols aufgrund der Straßensperrungen mit Vergeltungsmaßnahmen.
Junge Union Tegernsee-Egern-Kreuth Die Junge Union Tegernsee-Egern-Kreuth droht dem Landeshauptmann Tirols aufgrund der Straßensperrungen mit Vergeltungsmaßnahmen.

Tegernsee - Wer gerade in Tirol Urlaub machen möchte kommt nicht umher, die österreichischen Autobahnen zu befahren und Mautgebühren zu bezahlen. Vergangene Woche wurde ein Fahrverbot für Landstraßen beschlossen, damit ein Umfahren der gebührenpflichtigen Autobahnen unmöglich ist. Die Junge Union Tegernsee möchte diese Maßnahme nicht hinnehmen und droht jetzt mit Vergeltung.

Erst stoppt Österreich durch eine Klage das CSU-Projekt einer Maut in Deutschland, dann verkündet Tirol Straßensperrungen, damit keiner die gebührenpflichtige Autobahnen umfahren kann. Als Reaktion darauf droht die Junge Union ebenfalls mit Straßensperrungen in Südbayern.

Junge Union wendet sich mit Brief an den Landeshauptmann Tirols

In einem öffentlichen Brief an den Landeshauptmann Tirols, Günther Platter, macht der Vorsitzende der Jungen Union Tegernsee-Egern-Kreuth, Szymon Tupta, seinem Ärger Luft: "Lieber Herr Platter, wir lieben Österreich, aber jetzt ist es zu viel des Guten! [...] Das ist ein Eingriff in die Bewegungs- und Reisefreiheit der Europäischen Union. Straßen wurden nicht gebaut, um gesperrt, sondern um benutzt zu werden."

In seinem Brief bezeichnet Tupta die Haltung von Herrn Platter als die eines kleinen Kindes mit dem Motto "Alles nehmen, nichts geben" und droht mit Gegenmaßnahmen. Dafür wolle sich die Junge Union Tegernsee mit der ganzen Jungen Union Südbayerns zusammentun.

Androhung von Vergeltung: Junge Union setzt Tirol eine Frist bis Juli

Sollte die Sperrung der Tiroler Landstraßen nicht zurückgenommen werden, könnte es laut Tupta zu Beschränkungen der Straße am Achenpass, Durchreiseverbot von Touristen über das Tegernseer Tal und Blockabfertigung Richtung Raubling kommen. Diese Maßnahmen könnten auch von Bad Reichenhall bis Garmisch-Partenkirchen ausgeweitet werden.

"Wir setzen Ihnen eine Frist bis zum 3. Juli lieber Herr Platter. Wenn bis dahin bei Ihnen kein Umdenken stattgefunden hat, würde unsere Initiative starten", schreibt der Vorsitzende der Jungen Union Tegernsee abschließend in seinem Brief. Wie der Landeshauptmann Tirols auf diese Drohung reagiert bleibt abzuwarten.

Lesen Sie auch: Polizei setzt Fahrverbote in Tirol durch

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