Steinmeier fordert mehr Verständnis zwischen Religionen

Penzberg (dpa/lby) - Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier hat zu mehr Verständnis zwischen den Religionen, zu mehr Neugier und Respekt voreinander aufgerufen. Das gelte "gerade in Tagen, in denen die Polarisierung in unserer Gesellschaft wieder zugenommen hat, in der wir auch viel Hass erleben", sagte das Staatsoberhaupt am Montag nach einem Besuch der Islamischen Gemeinde im oberbayerischen Penzberg und einem Gespräch unter anderem mit dem dortigen Imam Benjamin Idriz.
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Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier während seines Besuchs in der islamischen Gemeinde Penzberg. Foto: Peter Kneffel/dpa
dpa Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier während seines Besuchs in der islamischen Gemeinde Penzberg. Foto: Peter Kneffel/dpa

Penzberg (dpa/lby) - Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier hat zu mehr Verständnis zwischen den Religionen, zu mehr Neugier und Respekt voreinander aufgerufen. Das gelte "gerade in Tagen, in denen die Polarisierung in unserer Gesellschaft wieder zugenommen hat, in der wir auch viel Hass erleben", sagte das Staatsoberhaupt am Montag nach einem Besuch der Islamischen Gemeinde im oberbayerischen Penzberg und einem Gespräch unter anderem mit dem dortigen Imam Benjamin Idriz.

Der Bundespräsident lobte, in Penzberg werde genau das gelebt, "was ich mir für unser Land wünsche: Neugier aufeinander und Respekt voreinander". Er fügte hinzu: "Insofern findet hier etwas statt, was wir uns eigentlich wünschen müssen: dass das Zusammenwachsen auch von Menschen unterschiedlichen Glaubens so respektvoll miteinander vonstatten geht wie wir es hier erleben in Penzberg." Steinmeier lobte das Engagement der Islamischen Gemeinde in der Stadt, dankte aber auch der Bevölkerung, dass sie der Islamischen Gemeinde und deren Angehörigen mit so viel Offenheit und Respekt begegne.

Steinmeier hob hervor, dass in der Islamischen Gemeinde immer mehr Predigten auf Deutsch gehalten würden, dass Bildung ganz groß geschrieben werde, dass in deutscher Sprache gelernt und gelehrt werde - auch, weil die hier lebenden Muslime aus ganz unterschiedlichen Herkunftsländern kämen. Insofern könne Penzberg für viele Gemeinden gerade im städtischen Bereich ein Modell sein.

Einige hundert Menschen demonstrierten anlässlich Steinmeiers Besuch für mehr Toleranz und Weltoffenheit - und waren einzelnen Vertretern der rechtspopulistischen Pegida-Bewegung somit bei Weitem überlegen.

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