Stau-Lage am Wochenende: Sonntag "relativ entspannt"

Es ist immer wieder das Gleiche: Vor dem Urlaubsgenuss steht meist der Stress im Stau. Auch an diesem Wochenende brauchten Autofahrer wieder viel Gelassenheit.
| dpa
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Vor allem am Freitag und Samstag herrschte auf Bayerns Autobahnen Stau-Chaos.
Julian Stratenschulte/dpa Vor allem am Freitag und Samstag herrschte auf Bayerns Autobahnen Stau-Chaos.

München - Stop and Go: Der Start in die Ferien ist für viele Autofahrer am Wochenende einmal mehr zur Geduldsprobe geworden. Mit dem Ferienstart in Bayern und Baden-Württemberg haben nun alle Bundesländer Sommerferien. In anderen Bundesländern gehen die großen Ferien dagegen schon wieder zu Ende. Das ist auch auf den Autobahnen zu spüren.

Absoluter Höhepunkt der Stau-Orgie war nach Auskunft des ADAC der Freitag. In insgesamt 3.000 Staus reihte sich die Autos auf einer Gesamtlänge von rund 7.000 Kilometern. "Bayern hat den staureichsten Tag dieses Jahres erlebt", sagte ein ADAC-Sprecher. Allein im Freistaat gab es rund 800 Staus.

Dann aber setzte schon am Samstag die Entspannung ein – es gab nur noch 1.200 Staus mit einer Gesamtlänge von 2.784 Kilometern. Teils erheblich machten sich allerdings schon der Rückreiseverkehr an den Grenzen zwischen Österreich und Bayern bemerkbar. Bei der Einreise nach Deutschland betrugen die Wartezeiten an den Grenzen nach ADAC-Angaben etwa 40 Minuten.

Relativ stauarmer Sonntag

Relativ ruhig ging es am Sonntag zunächst auf den Straßen zu. Bis zum Mittag registriert der ADAC keinen einzigen Stau mit einer Länge von mehr als 10 Kilometer Länge. "Die Lage ist, vor allem wenn man sie sich im Vergleich zum Freitag ansieht, relativ entspannt", hieß es. Die allermeisten Urlauber seien am Freitag unterwegs gewesen.

Stauschwerpunkte waren am Wochenende der Autobahnring um München und die Autobahn A8 von München Richtung Salzburg. Bei strahlendem Sonnenschein wälzte sich die Blechlawine oft mit nur mit 10 oder 20 Stundenkilometern gen Süden. Auch auf der Autobahn A7 in Richtung Norden und anderen Verbindungen zu Nord- und Ostsee gab es erhebliche Behinderungen.

Die Lage am Münchner Flughafen

Auch am Flughafen München herrschte reger Betrieb. "Es läuft alles ruhig und ohne Probleme. Nichtsdestotrotz merkt man natürlich den Ferienbeginn", sagte ein Flughafensprecher. Vor allem am Terminal 1 bei den klassischen Ferienfluggesellschaften ist mehr los als sonst. "Natürlich ist es sinnvoll, wenn die Urlaubsreisenden ein etwas größeres Zeitpolster einplanen, weil die Schlangen jetzt länger sein können. Dann startet der Urlaub entspannt und ohne Stress."

Während der Sommerferien in Bayern haben die Fluggesellschaften am Münchner Airport mehr als 51.000 Flüge angemeldet. In dieser Zeit werden voraussichtlich weit mehr als sechs Millionen Reisende in München starten, landen oder umsteigen. Die meisten Flüge gehen zu klassischen Feriendomizilen in Südeuropa und rund ums Mittelmeer: nach Italien, Spanien, Frankreich und Griechenland. Spitzenreiter bei den touristischen Einzelzielen ist nach wie vor Palma de Mallorca mit knapp 500 Starts. Vor allem die Türkei ist in diesem Jahr nach der politischen Entwicklung dort weniger gefragt.

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