Statistik: Vorfälle in Bayerns Fußball unter Bundesschnitt

Im bayerischen Amateurfußball gab es 2025/26 weniger Gewalt- und Diskriminierungsvorfälle als im Bundesschnitt. Was der Verbandsboss dazu sagt.
dpa |
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Die Anzahl der gemeldeten Vorfälle im Amateurfußball in Bayern ist auf niedrigem Niveau (Archivbild).
Die Anzahl der gemeldeten Vorfälle im Amateurfußball in Bayern ist auf niedrigem Niveau (Archivbild). © Patrick Seeger/dpa
München

Im bayerischen Amateurfußball ist es in der abgelaufenen Saison zu weniger Gewalt- und Diskriminierungsvorfällen gekommen als im bundesweiten Schnitt. Bei 472 von insgesamt 190.468 digital erfassten Partien wurden entsprechende Vorkommnisse registriert - das entspricht einer Quote von 0,25 Prozent und einer leichten Steigerung im Vergleich zur Vorsaison (0,24 Prozent). Bundesweit beträgt die Quote für 2025/26 allerdings 0,42 Prozent.

Auch bei der Zahl der Spielabbrüche steht Bayern besser da als der DFB-weite Schnitt: Während im Freistaat 87 Partien abgebrochen wurden, was einer Quote von 0,05 entspricht, waren es bundesweit 0,07 Prozent. "Die Zahlen unterstreichen einmal mehr, dass ein respektvolles Miteinander auf Bayerns Fußballplätzen gelebte Realität ist", sagte BFV-Präsident Christoph Kern.

Vor allem Spielerinnen, Spieler und Schiedsrichter betroffen

Der Chef des Bayerischen Fußball-Verbands ergänzte aber: "Zugleich zeigen sie aber auch, dass wir Gewalt, Beleidigungen, Diskriminierung und Ausgrenzung weiterhin entschieden bekämpfen müssen. Das ist eine Aufgabe der gesamten Fußballfamilie. Wer für Gemeinschaft und Zusammenhalt einsteht, darf Grenzüberschreitungen nicht tolerieren, sondern muss ihnen konsequent entgegentreten - und das beginnt bei verbalen Entgleisungen. Eine Verharmlosung lassen wir da nicht zu."

Von den Vorfällen betroffen waren zumeist Spielerinnen und Spielern, die in 267 Fällen als Geschädigte erfasst wurden. Schiedsrichterinnen und Schiedsrichter wurden in 180 Fällen als Betroffene genannt. Grundlage der DFB-Statistiken sind die Angaben der Unparteiischen im Elektronischen Spielbericht (ESB).

Hinweis: Diese Meldung ist Teil eines automatisierten Angebots der nach strengen journalistischen Regeln arbeitenden Deutschen Presse-Agentur (dpa). Sie wird von der AZ-Onlineredaktion nicht bearbeitet oder geprüft. Fragen und Hinweise bitte an feedback@az-muenchen.de

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