Starnberger See: Unterwasser-Pfahlbauten bedroht

Die Pfahlbauten im Starnberger See sind ausgezeichnet – und gefährdet. Ein Grund dafür, ist die steigende Zahl Touristen, die die Überreste jedes Jahr anlockt.  
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Die Roseninsel im Starnberger See aus der Vogelperspektive
imago Die Roseninsel im Starnberger See aus der Vogelperspektive

Die Pfahlbauten im Starnberger See sind ausgezeichnet – und gefährdet. Ein Grund dafür, ist die steigende Zahl Touristen, die die Überreste jedes Jahr anlockt.

Starnberg, München - Früher gab es sie im gesamten Alpenraum, heute sind nur noch Spuren der prähistorischen Pfahlbauten übrig. 111 Fundstätten in sechs Ländern gehören zum Weltkulturerbe – die Ufergebiete um die Roseninsel im Starnberger See zählen auch dazu.

Nach einer Zustimmung des Welterbekomitees der Vereinten Nationen tragen Pestenacker und Unfriedshausen im Landkreis Landsberg am Lech sowie die Roseninsel im Starnberger See als erste bayerische Unterwasser-Denkmäler den begehrten Titel als UNESCO-Welterbe.

Die 6000 Jahre alten Pfahlbauten auf der Roseninsel im Starnberger See werden zum Besuchermagneten. 2011 seien dort mehr als 13 000 Touristen gezählt worden, erklärte Finanzminister Markus Söder. Das sind 60 Prozent mehr als im Jahr zuvor. In den Flachwasserzonen rund um die Roseninsel finden sich unzählige Siedlungsreste.

Diese archäologischen Funde repräsentieren nach Ministeriumsangaben zusammen mit den übrigen Pfahlbaustationen in Europa ein bedeutendes historisches Erbe. Die hölzernen Palisaden, Pfostenstellungen und liegenden Bauhölzer gäben Einblicke in die damalige Welt der Bauern, in Landwirtschaft und Viehzucht. Unter Wasser haben sich die archäologischen Funde gut erhalten.

Rund zwanzig Pfahlbausiedlungen sind bisher in Bayern bekannt. Sie sind gefährdet – auch die Pfahlbauten am Ufer der Roseninsel. Nach Auskunft des Bayerischen Landesamts für Denkmalpflege sind neben der Bebauung der Uferbereich vor allem Segel- und Ruderboote sowie Touristen verantwortlich. Sie zerstören oft unabsichtlich Überreste der Pfahlbauten. Absperrungen und Warnschilder sollen Abhilfe schaffen

 

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