Stadt Nürnberg verhängt Haushaltssperre

Bayerns zweitgrößte Stadt hat hohe Kosten, etwa für Krankenhäuser. Und die Einnahmen aus der Gewerbesteuer sprudeln nicht mehr wie gehabt.
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Die Stadt Nürnberg musste eine Sperre über ihren Kommunalhaushalt verhängen. (Archivbild)
Die Stadt Nürnberg musste eine Sperre über ihren Kommunalhaushalt verhängen. (Archivbild) © Daniel Karmann/dpa
Nürnberg

Der Haushalt von Bayerns zweitgrößter Stadt Nürnberg für das Jahr 2026 steht unter einer Ausgabensperre. Die Maßnahme trete auf Anweisung von Oberbürgermeister Marcus König (CSU) und Stadtkämmerer Thorsten Brehm mit sofortiger Wirkung in Kraft, teilte die Stadtverwaltung mit. Das bedeutet, dass noch nicht beschlossene Investitionen, Fördermaßnahmen und andere Ausgaben einer Einzelfallprüfung unterstellt werden müssen. 

Hintergrund sei unter anderem, dass sich die Einnahmen bei der Gewerbesteuer deutlich schwächer entwickelt hätten, als zunächst erwartet. Gleichzeitig stiegen insbesondere die Sozialausgaben deutlich. Auch die Aufwendungen für das Klinikum Nürnberg, das größte kommunale Krankenhaus Deutschlands, seien durch die jüngste Gesetzgebung des Bundes noch einmal höher geworden. 

"Die Ausgaben übersteigen die Einnahmen, und wir müssen uns auf ein nochmals deutlich schwierigeres zweites Halbjahr einstellen", betonte König. "Wir ziehen die Reißleine, bevor sich die Lage weiter verschärft." Jeder nicht gebundene Euro müsse nun auf seine Notwendigkeit geprüft werden, betonte Stadtkämmerer Brehm.

Hinweis: Diese Meldung ist Teil eines automatisierten Angebots der nach strengen journalistischen Regeln arbeitenden Deutschen Presse-Agentur (dpa). Sie wird von der AZ-Onlineredaktion nicht bearbeitet oder geprüft. Fragen und Hinweise bitte an feedback@az-muenchen.de

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