Staatsforsten bekommen Finanzchef

München (dpa/lby) - Die Bayerischen Staatsforsten vergrößern wegen der sehr schwierigen Lage auf dem Holzmarkt ihre Chefetage. Der größte deutsche Forstbetrieb wird einen Finanzchef bekommen, der Vorstand damit von zwei auf drei Mitglieder vergrößert.
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Der Spessart in herbstlichen Farben. Foto: Karl-Josef Hildenbrand/dpa/Archivbild
dpa Der Spessart in herbstlichen Farben. Foto: Karl-Josef Hildenbrand/dpa/Archivbild

München (dpa/lby) - Die Bayerischen Staatsforsten vergrößern wegen der sehr schwierigen Lage auf dem Holzmarkt ihre Chefetage. Der größte deutsche Forstbetrieb wird einen Finanzchef bekommen, der Vorstand damit von zwei auf drei Mitglieder vergrößert. Das kündigte Agrarministerin und Aufsichtsratschefin Michaela Kaniber (CSU) am Donnerstag an.

Begründung ist, dass es für die Staatsforsten mehr zu tun gibt. Kaniber nannte unter anderem die Anpassung der Staatswälder an den Klimawandel, den Umgang mit klimabedingten Waldschäden und das gesellschaftliche Bedürfnis nach Artenvielfalt. "Der Fokus auf diese Kernaufgaben unseres Staatsforstbetriebs wird das bestehende Vorstandsduo künftig voll auslasten. Gleichzeitig zeichnet sich ab, dass die Holzmarktkrise noch andauern wird." Wann und wie die Stelle besetzt werden soll, war zunächst offen.

Trockenheit, Stürme, Schneebruch und Borkenkäfer kosteten die Staatsforsten im vergangenen Geschäftsjahr 80 Millionen Euro, der Gewinn schrumpfte auf nahezu null. "Ich halte die Verstärkung der Spitze der Bayerischen Staatsforsten mit einem kaufmännischen Vorstand deshalb für das Gebot der Stunde", sagte Kaniber. Die Staatsforsten bewirtschaften 8000 Quadratkilometer, mehr als ein Zehntel der bayerischen Landesfläche.

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