Sprengstoff im Farb-Dschungel

„Wirkungswechsel“: Vier Künstler um Roger Libesch stellen bis 9. Mai in der Zentrifuge-Galerie auf AEG aus
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Fabelwesen und Farburwald: Philipp Findeisen (li.) und Ilona Herreiner in der Zentrifuge.
Berny Meyer Fabelwesen und Farburwald: Philipp Findeisen (li.) und Ilona Herreiner in der Zentrifuge.

NÜRNBERG - „Wirkungswechsel“: Vier Künstler um Roger Libesch stellen bis 9. Mai in der Zentrifuge-Galerie auf AEG aus

Rapunzel ist falsch gepolt und lässt ihr Haar ins Wohnzimmer herunter, eine Puppe aus der Comic-Welt entpuppt sich als Schwarze Witwe mit Sprengstoffgürtel und hinter allem wartet ein knallbunter Farbdschungel. Die Bildhauer Ilona Herreiner und Christian Ruckdeschel und die Maler Roger Libesch und Philipp Findeisen, überwiegend aus der Region, testen in der Galerie Zentrifuge auf AEG (Halle 14) den „Wirkungswechsel“ von Materialien und Stilen. Eine Fehlzündung ist das nicht.

Man sollte sich von den anpreisenden Worten des Galeristen nicht abschrecken lassen von dieser Quartett-Ausstellung, die angeblich „in ihrem Wirkungswechsel den Rezipienten eine abstrahierende Reflexion über den urbanen Menschen, seine Chancen und Risiken, Herkunft, Gegenwart und Zukunft“ ermöglicht. Soso. Da haben die vier Tonnen Kalkstein, die Christian Ruckdeschel, der Meisterschüler von Claus Bury, in den Eingang gewuchtet hat, mehr Gewicht. Und mehr Leichtigkeit, weil die Skulptur auf schlanken Stützen schwebt und mit dem Kontrast aus geometrisch geschliffener Strenge und rauem Ursprung spielt. Holzplastikerin Ilona Herreiner haut aus einem Stück mythisch aufgeladene Fabelwesen und „Parallelwelten“ – samt Stöpsel im Holzboden. Alle Rätsel geben die geweißelten Gehörnten, Gottesanbeterinnen und Stierwesen mit aufgeschnallten Nanas nicht preis. Imposant die Urwald-Großformate von Philipp Findeisen, als handgemachte, leuchtende, hingespritzte Antwort auf den Photo-Shop, und die ersten Wandzeichnungen von Roger Libesch, die dessen Nähe zum Comic aufgreifen. Ein „Versuch“, sagt er. Kein schlechter (bis 9. Mai, Mo-Fr 16-20, Sa/So 14-18 Uhr). daer

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