Spontan-Demo in München gegen Polizeigewalt in USA
München (dpa/lby) - Der Fall des bei einem Polizeieinsatz getöteten Afroamerikaners George Floyd hat auch in München Menschen zum Protest auf die Straße getrieben. Bis zu 350 Menschen hätten am Samstagabend bei einem spontanen Demonstrationszug ihren Unmut über die Polizeiaktion in Minneapolis zum Ausdruck gebracht, teilte die Polizei am Montag mit. Die Menschen trugen Plakate, skandierten Sprechchöre und zogen am US-Konsulat vorbei. "Bis auf eine Beleidigung gegenüber einem Polizeibeamten kam es zu keinen weiteren Vorkommnissen", hieß es im Polizeibericht.
George Floyd war vor einer Woche nach einem brutalen Polizeieinsatz in Minneapolis im Bundesstaat Minnesota gestorben. Einer von vier beteiligten Beamten drückte dem 46-Jährigen minutenlang sein Knie in den Nacken. Bitten des Afroamerikaners, ihn atmen zu lassen, ignorierte er. Bei den Protesten in Washington und anderen Städten tragen Demonstranten Schilder mit dem Spruch: "Ich kann nicht atmen". Seit dem Vorfall kommt es in den USA landesweit zu Protesten und Unruhen.
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