"Spiegelbild der Saison": Nur Haugen liefert für "Löwen" ab

Der TSV 1860 München kann diese Saison bald auch offiziell abhaken. Das Gastspiel beim Tabellenletzten aus Schweinfurt sagt viel über die Mannschaft 2025/26 aus.
von  dpa
Markus Kauczinski und sein TSV 1860 München holen in Schweinfurt nur einen Punkt. (Archivbild)
Markus Kauczinski und sein TSV 1860 München holen in Schweinfurt nur einen Punkt. (Archivbild) © Peter Kneffel/dpa

Auf Sigurd Haugen war wie so oft in dieser Saison Verlass. Der Norweger bewahrte den TSV 1860 München mit seinem Treffer gegen den bereits feststehenden Absteiger 1. FC Schweinfurt 05 beim 1:1 (1:1) vor einer Niederlage. Der Stürmer traf am Samstag in der 3. Fußball-Liga bereits zum 16. Mal. Wo stünden die "Löwen" nur ohne den Sommertransfer aus Rostock?

"Er ist im Moment leider der Einzige, der abliefert. Auch andere hatten Möglichkeiten", sagte Trainer Markus Kauczinski über Haugen, der seit seinem Kieferbruch im Dezember vergangenen Jahres mit Gesichtsschutz aufläuft. "Ich hoffe, dass irgendwann auch mal ein anderer dazukommt."

"Phasenweise okay, phasenweise nicht"

Die Schweinfurter gingen vor 9.036 Zuschauern durch Sebastian Müller in der 27. Minute sogar in Führung, ehe Haugen nur vier Minuten später der Ausgleich im 300. Drittligaspiel der Münchner gelang. In der Schlussphase vergab Patrick Hobsch die beste Möglichkeit für die Gäste (75.), die zwei Spieltage vor Saisonende Tabellenachter bleiben.

"Das 1:1 ist in Ordnung. Es war phasenweise okay, phasenweise nicht. Es ist alles im Moment ein Spiegelbild der Saison, dass wir manche Sachen gut machen und manche nicht. Am Ende müssen wir damit leben", sagte Kauczinski bei MagentaSport nach dem vierten ungeschlagenen Spiel am Stück.

Schweinfurt ist froh über das Remis

Die Schweinfurter konnten mit dem Punkt leben. "Ich bin sehr zufrieden mit dem Auftreten unserer Mannschaft. Nicht nur heute, sondern seit Wochen", meinte Trainer Jermaine Jones. "Wir könnten auch sagen: Wir sind abgestiegen, kommen hierher und machen einen leichten Kick. Aber wir zeigen Woche für Woche, dass wir uns gut präsentieren wollen, und die Liga mit erhobenem Haupt verlassen wollen."

Um Anstand geht es auch bei den "Löwen", die nicht mehr aufsteigen können. "Wir müssen trotzdem die Spannung hochhalten. Wir müssen uns einfach pushen und einen strukturierteren Auftritt hinlegen und nicht so einen offenen Schlagabtausch wie heute", sagte Stürmer Kevin Volland. Am Samstag empfangen die Münchner den FC Ingolstadt.

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