"Spiegel": Bayern will mehr Nutztiere auf Weiden schlachten

Per Bundesratsinitiative will der Freistaat Bayern mehr Schlachtungen von Nutztieren auf Weiden ermöglichen. "Tiere sollen in vertrauter Umgebung tierschonend geschlachtet werden können", sagte Umweltminister Thorsten Glauber (Freie Wähler) dem Nachrichtenmagazin "Spiegel" (Freitag).
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Der bayerische Umweltminister Thorsten Glauber (Freie Wähler). Foto: Angelika Warmuth/dpa/Archivbild
dpa Der bayerische Umweltminister Thorsten Glauber (Freie Wähler). Foto: Angelika Warmuth/dpa/Archivbild

München - Per Bundesratsinitiative will der Freistaat Bayern mehr Schlachtungen von Nutztieren auf Weiden ermöglichen. "Tiere sollen in vertrauter Umgebung tierschonend geschlachtet werden können", sagte Umweltminister Thorsten Glauber (Freie Wähler) dem Nachrichtenmagazin "Spiegel" (Freitag). Das führe zu kurzen Wegen, stärke die bäuerliche Landwirtschaft und ermögliche den Verbrauchern den Erwerb regionaler Produkte. Anfang 2020 wolle Bayern den Bund über einen Antrag in der Länderkammer auffordern, die in Deutschland geltenden Regelungen zu erweitern und die Weideschlachtung im EU-Recht zu verankern.

Befürworter der Praxis betonen, dass ein Tod vor Ort Schlachttieren den qualvollen Transport erspare und die Qualität des Fleisches verbessere. Bislang müssen Tiere laut EU-Rechtsvorgaben grundsätzlich im Schlachthof geschlachtet werden, in Deutschland auch in mobilen Schlachtanlagen. Nur ganzjährig im Freien gehaltene Rinder dürfen nach Genehmigung des Veterinäramts draußen getötet werden. Diese Erlaubnis soll nach dem Willen Bayerns auf nur saisonal im Freien gehaltene Rinder und auf Schweine erweitert werden.

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