Sparkassen machen Bayern fit in Geldfragen

Bayerns Sparkassen wollen pädagogisch tätig werden: Die 54 kommunalen Banken im Freistaat wollen der Bevölkerung - insbesondere den Jüngeren - grundlegendes Finanzwissen vermitteln. Finanzielle Bildung sei eine Schlüsselkompetenz, sagte der bayerische Sparkassenpräsident Matthias Dießl beim diesjährigen Sparkassentag in Lindau.
Finanzbildung soll vom Geschäft entkoppelt sein
"Wer Finanzen versteht, trifft bessere Entscheidungen", sagte Dießl. Ziel des Verbands sind "Zukunftstage" getaufte Veranstaltungen in ganz Bayern, bei denen vor allem der jungen Generation praktisches Wissen von der Bewerbung für eine Stelle bis und Wohnungssuche bis zu Vermögensaufbau und Altersvorsorge vermittelt werden soll. Diese Zukunftstage sollen demnach unabhängig von den Sparkassen sein, also nicht der Reklame dienen. Und in Fürth entsteht nach Dießls Worten ein "Financial Life Park", der als Lernort für finanzielle Bildung dienen soll - eine solche Einrichtung gibt es jenseits der bayerischen Grenzen seit einigen Jahren bereits in Wien.
Die Finanzaufsicht Bafin warnt quasi täglich vor unseriösen Webseiten, auf denen Finanzschwindler naive Kunden mit unrealistisch hohen Renditeversprechen ködern wollen. In Umfragen zu dem Thema - ob von Verbänden oder einzelnen Unternehmen in Auftrag gegeben - offenbaren immer wieder Wissenslücken bei diesem Thema.
Interesse an Kapitalanlage wächst
Gleichzeitig nimmt das Interesse an Geldthemen zum, wie sich auch an den Geschäftszahlen der bayerischen Sparkassen ablesen lässt. In den ersten fünf Monaten legte der Nettoabsatz im Wertpapiergeschäft um 38 Prozent auf 2,7 Milliarden Euro zu. Das traditionelle Sparbuch hat dagegen eingebüßt: Die Einlagen gingen demnach seit Jahresbeginn um 1,2 Milliarden Euro leicht zurück.