Spargelernte endet, Erdbeersaison läuft noch

Spargel und Erdbeeren gehören für viele Menschen zu den kulinarischen Highlights im Sommer. Dass es sie in der Regel nur für wenige Monate gibt, erhöht den Reiz. Wie lief und läuft die Erntesaison?
dpa |
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Die Spargelsaison endet offiziell am 24. Juni. (Archivbild)
Die Spargelsaison endet offiziell am 24. Juni. (Archivbild) © Daniel Karmann/dpa
München

Die Spargelanbauer im Freistaat können auf eine durchschnittliche Saison zurückblicken. "Ohne besondere Höhen oder Tiefen", bilanziert Claudia Westner, Vorsitzende des Spargelerzeugerverbandes Südbayern in Schrobenhausen. Auch wenn die Verbraucher wegen Kostensteigerungen vielleicht weniger Geld im Portemonnaie hätten, sei "der Spargelhunger noch da". Doch nicht nur das saisonale, weiße Stangengemüse begeistert die Verbraucher: Auch Erdbeeren sind gefragt. 

Besser als erwartet sei die Saison verlaufen, sagt Westner weiter. Die Menschen seien auch in finanziell herausfordernden Zeiten bereit, Geld für gute und regionale Ware auszugeben. Konkrete Zahlen zu Erntemengen liegen nach Verbandsangaben noch nicht vor. 

Früherer Erntebeginn beim Spargel 

Viele Anbauer hätten schon fünf bis sechs Wochen vor dem üblichen Erntestart im April mit dem Spargelstechen begonnen. Das sei sowohl der modernen Anbautechnik als auch dem Klimawandel geschuldet. Im Gegenzug werde mancherorts die Saison vorzeitig beendet. Regulär dauert die Spargelzeit bis zum Johannistag am 24. Juni. 

Das Wetter habe weitgehend mitgespielt, so Westner. Insbesondere die Wochen zwischen Ostern und Pfingsten seien gut gelaufen. Die Kälteperiode im Mai habe sich auch aufgrund der Folientechnik nicht so gravierend ausgewirkt, dass nichts mehr gewachsen wäre. 

Nach Pfingsten sei der Absatz wegen der Ferien etwas zurückgegangen und es sei zudem zu heiß geworden. Optimal sei eine Boden-Temperatur von 18 bis 22 Grad in etwa 40 Zentimetern Tiefe. Nach Ostern seien es teils 26 Grad gewesen. Dann wachse der Spargel nicht mehr gleichmäßig genug. Die Spitzen blühten zu sehr auf oder die Stangen seien hohl, erläutert Westner. Das mache zwar geschmacklich keinen Unterschied, jedoch sei der Spargel dann kaum vermarktungsfähig. Das bedeute teils 50 Prozent Ausschussware. 

Erdbeeren in Hochbeeten 

Westners Saisonbilanz pflichtet der Spargel- und Erdbeeranbauer Benedikt Gänger aus Niedermotzing im Landkreis Straubing-Bogen bei. Er sei positiv überrascht, wie die Saison gelaufen sei. Dieses Fazit gelte auch für die Erdbeeren. Da sei die Haupternte zwar durch und die Erntemengen gingen nun zurück, jedoch würden - auch aufgrund von Hochbeeten unter Sonnentunneln - noch bis Oktober Erdbeeren gepflückt. 

Immer mehr Erdbeerbauern setzten auf die sogenannten Stellagen statt auf Freilandanbau, so Gänger. Stellagen sind Metallgestelle, auf denen die Erdbeerpflanzen in etwa 1,30 Meter Höhe wachsen. So können sie bequemer gepflückt werden und sind weniger anfällig für Krankheiten oder Schneckenbefall. 

Die Mengen in diesem Jahr dürften etwas höher ausfallen als in den beiden Vorjahren. 2025 habe es stärkere Fröste gegeben und 2024 Starkregen und Überschwemmungen. Heuer hätten Sonne und Wärme für "super Qualitäten" gesorgt, bilanziert Gänger.

Hinweis: Diese Meldung ist Teil eines automatisierten Angebots der nach strengen journalistischen Regeln arbeitenden Deutschen Presse-Agentur (dpa). Sie wird von der AZ-Onlineredaktion nicht bearbeitet oder geprüft. Fragen und Hinweise bitte an feedback@az-muenchen.de

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