Spannende Entscheidung: Wird die Uni Würzburg Exzellenzuni?

Millionenförderung, internationale Sichtbarkeit und bahnbrechende Zukunft: Warum der heutige Tag für die Uni Würzburg viel verändern könnte.
dpa |
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Etwa 25.000 Studierende sind in Würzburg registriert. (Archivbild)
Etwa 25.000 Studierende sind in Würzburg registriert. (Archivbild) © Heiko Becker/dpa
Würzburg

Für die Julius-Maximilians-Universität (JMU) Würzburg ist der heutige Freitag einer der spannendsten Tage der vergangenen Jahre: Am Nachmittag werden der Wissenschaftsrat und die Deutsche Forschungsgemeinschaft mitteilen, ob die Hochschule sich künftig mit dem Titel "Exzellenzuniversität" schmücken darf – und eine Millionenförderung erhält. Etwa 25.000 Studierende sind an der Uni Würzburg registriert.

"Die Exzellenzförderung würde unserer JMU einen gewaltigen Schub geben", sagte Universitätspräsident Paul Pauli. "Wir könnten damit die Ideen aus unserem Antrag umsetzen und in Würzburg noch bessere Bedingungen für Forschung, Lehre, Studium und Transfer schaffen."

Pauli erhofft sich mehr internationale Sichtbarkeit, um Forscher und Studierende aus aller Welt für die Mainstadt zu gewinnen. Der Titel wäre eine Anerkennung der bisherigen Leistung einer Hochschule und brächte zusätzliche Mittel, um Spitzenforschung weiterzuentwickeln. "Es wäre ein bahnbrechender Schritt für unsere Zukunft", sagte Pauli. Er bedeutet aber nicht, dass jede Lehrveranstaltung oder jeder Studiengang besser ist als an einer anderen Hochschule. Im Mittelpunkt steht vor allem die Forschung. 

Bayern hat bereits zwei Exzellenzuniversitäten

Die Entscheidung, wer den begehrten Titel bekommt, trifft die sogenannte Exzellenzkommission. Sie stützt sich dabei auf Begutachtungen durch internationale Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler. In der Kommission sitzen außerdem die für Wissenschaft zuständigen Ministerinnen und Minister von Bund und Ländern. 

Exzellenzuniversitäten gehören zu einer Spitzengruppe deutscher Hochschulen. Der Titel "Exzellenzuniversität" ist mit jeweils 10 bis 15 Millionen Euro im Jahr vom Bund und den Ländern verbunden. Die Förderung beginnt im Januar und wird sieben Jahre lang gewährt, dann wird erneut geprüft. 

Die Exzellenzstrategie ist ein Bund-Länder-Programm zur Stärkung der universitären Spitzenforschung. Gefördert werden Exzellenzcluster zu bestimmten Forschungsfeldern und Exzellenzuniversitäten als strategische Unterstützung herausragender Universitätsstandorte. 

Bayern hat seit Jahren zwei Exzellenzunis – die Ludwig-Maximilians-Universität München (LMU) und die Technische Universität (TU) München. Sie sind nicht Teil des Wettbewerbs um die neuen Plätze.

Hinweis: Diese Meldung ist Teil eines automatisierten Angebots der nach strengen journalistischen Regeln arbeitenden Deutschen Presse-Agentur (dpa). Sie wird von der AZ-Onlineredaktion nicht bearbeitet oder geprüft. Fragen und Hinweise bitte an feedback@az-muenchen.de

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