Spätes Glück: Otti Fischer heiratet Lebensgefährtin

Es war ein emotionales, fröhliches Fest: Ottfried Fischer und seine langjährige Lebenspartnerin haben geheiratet. Der Kabarettist ist glücklich und nimmt es mit Humor - wie die Hochzeitstorte beweist.
| dpa
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Schauspieler Ottfried Fischer und seine Lebensgefährtin Simone Brandlmeier. Foto: Armin Weigel/dpa/Archivbild
dpa Schauspieler Ottfried Fischer und seine Lebensgefährtin Simone Brandlmeier. Foto: Armin Weigel/dpa/Archivbild

Passau (dpa/lby) - Der Kabarettist Ottfried Fischer und seine langjährige Lebensgefährtin Simone Brandlmeier haben geheiratet - ganz heimlich und mit nur wenigen Gästen. "Ich bin jetzt von meinem Gefühl her ein treusorgender Ehemann", sagte Fischer scherzend am Mittwoch der Deutschen Presse-Agentur in München.

Lediglich rund 20 enge Verwandte und Freunde waren dabei: Der 66-jährige Schauspieler ("Der Bulle von Tölz") und seine 17 Jahre jüngere Verlobte gaben sich am vergangenen Freitag in einem Standesamt ihrer niederbayerischen Heimatstadt Passau das Ja-Wort.

Auf exklusiven Fotos der "Bild"-Zeitung vom Mittwoch strahlen beide vor Glück, Ottfried Fischer elegant im dunklen Anzug mit silbergestreifter Krawatte, die Braut im cremefarbenen, langen Kleid, in der Hand einen Strauß mit rosa Rosen. Mit Blumen verziert war auch der Rollstuhl des an Parkinson erkrankten Bräutigams.

Eigentlich wollte das Paar das große Ereignis erst im Herbst feiern, doch dann kam alles anders. "Corona hat uns einen Strich durch die Rechnung gemacht", sagt die Braut, die sich am Telefon am Mittwochmittag noch etwas ungewohnt mit Simone Fischer meldet. "Die große Hochzeit sehen wir nicht dieses Jahr."

Ihr Gatte bestätigt: Die Hochzeit sei schon länger ein Thema gewesen, "dann haben wir es jetzt einfach gemacht". Statt Herbst nun also Juni und bei idealem Wetter: "Wir hatten wahnsinnig viel Glück", so die Braut, "es hat nicht geregnet, es war nicht zu heiß - perfekt".

Selbst die Corona-Pandemie konnte die Freude an diesem besonderen Tag nicht vermiesen, auch wenn Brautpaar und Gäste das Standesamt nur mit Mundschutz betreten durften. Am Platz konnten dann aber alle die Masken abnehmen.

Die Stimmung: sehr aufgeregt. "Ich habe Tage vorher schon nicht geschlafen", erzählt Simone Fischer und lacht. Ihr Ehemann war gelassener. "Ich bin Lampenfieber-erprobt, bei mir äußert sich das in einer besonderen Ruhe." Am Ende waren alle gerührt - viele Freudentränen seien geflossen, bei allen, verriet Simone Fischer.

Danach ging es weiter in ein Passauer Lokal zum Festmahl, bei dem auch die Torte nicht fehlen durfte - gestaltet nach den Vorgaben des Bräutigams. "Ich habe die Hochzeitstorte mit einem Spruch versehen, der alles aussagt, was man zur Hochzeit wissen muss: Spätes Glück vertreibt das welke Laub".

Wie fühlt es sich an, das Verheiratetsein? Ottfried Fischer, für den es die zweite Ehe ist, spricht vom Hochzeitszustand. "Wir waren jetzt so lange ein perfektes Team. Diesem perfekten Teamcharakter fehlte nur noch die bürokratische Anerkennung."

Einen Unterschied stellt er aber fest. "Es ist einfach ein anderes Gefühl, aber es macht auch Spaß." Auch seine Frau muss sich noch daran gewöhnen, vor allem an ihren neuen Namen, wenn sie sich etwa am Telefon meldet. "Simone Fischer", das sei noch ungewohnt. "Aber ich bemühe mich."

Jetzt geht es demnächst in den Urlaub - drei Wochen will sich das Paar im Gebirge erholen. "Fliegen trauen wir uns noch nicht", erklärt Simone Fischer. Und danach geht es schon wieder ans Planen. Denn einfach nur Standesamt, das reicht den Fischers nicht. In knapp einem Jahr, am 8. Mai 2021, wollen beide kirchlich heiraten, in Regensburg. Ein großer Wunsch des Paars: "Hoffentlich mit vielen Gästen."

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