Soldaten helfen im Corona-Brennpunkt Berchtesgadener Land

Sanitäter der Bundeswehr helfen seit Mittwoch im Landkreis Berchtesgadener Land, die Ursache für den massiven Anstieg der Corona-Zahlen zu finden.
| AZ/dpa
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Blick auf einen Sanitäter der Bundeswehr.
Blick auf einen Sanitäter der Bundeswehr. © Angelika Warmuth/dpa/Archivbild

Berchtesgadener Land - Die Bundeswehr unterstützt Bayern seit längerem in der Corona-Pandemie. Etliche Soldaten gehörten dem Musikkorps der Truppe an, seien aber vollwertig ausgebildete Sanitäter. Die etwa 20 Kräfte sollen unter anderem zur Nachverfolgung von Infektionsketten eingesetzt werden, wie Sprecher Carsten Spiering vom Landeskommando in Bayern mit Sitz in München sagte. So halfen die Soldaten etwa bei der Entnahme von Proben an Autobahn-Stationen. Manche waren in Alten- und Pflegeheimen eingesetzt, andere bei der Produktion von Desinfektionsmittel. 

In bestimmten Fällen darf die Bundeswehr innerhalb Deutschlands eingesetzt werden. Zwar sind für den Katastrophenschutz und die Gesundheitsversorgung hierzulande zunächst die Landkreise und die kreisfreien Städte verantwortlich. Doch bei Überforderung können sie um Amtshilfe bitten und sich dabei auch an die Bundeswehr wenden.

Warum sich so viele Menschen im südöstlichsten Zipfel Bayerns mit dem Coronavirus angesteckt haben, ist noch offen. Die Zahl der Corona-Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner binnen 7 Tagen im Landkreis lag am Dienstag bei rund 236. Seit Dienstagnachmittag ist im Landkreis eine strikte Ausgangsbeschränkung in Kraft. Zudem mussten Schulen und Kitas schließen. Freizeiteinrichtungen aller Art sowie Restaurants dürfen nicht mehr öffnen. Veranstaltungen sind untersagt - mit Ausnahme von Gottesdiensten. Hotels mussten ebenfalls schließen, nur Geschäftsreisende dürfen dort noch übernachten.

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