Kommentar

Söderisierung der CSU schreitet voran

Der AZ-Landtagskorrespondent über die Anfänge eines Personenkults.
| Ralf Müller
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Die Anfänge eines Personenkults um Markus Söder sind unverkennbar. Angefangen hat es mit einem Foto von Franz Josef Strauß, das sein Nach-Nach-Nach-Nach-Nachfolger angeblich im Jugendzimmer aufgehängt hat, fortgesetzt wurde es unter anderem mittels bedeutungsvoll platzierter Tassen.

Und jetzt wurde ein regelrechtes Söder-Zimmer eingerichtet: Mit R2-D2-Roboter als Zeichen der Science-Fiction-Affinität des CSU-Chefs, mit Wimpel des 1. FC Nürnberg, dessen Erfolgsbilanz freilich eher mäßig ist, und mit dem Foto von "Molly", Söders neuer Hündin, die via Facebook die Herzen von Tierfreunden weit über Bayern hinaus eroberte.

Die Söderisierung der CSU schreitet fort, der ganze Freistaat ist inzwischen ein Stück weit durchsödert. Für eine demokratische Partei ist das bemerkenswert.

Ist es schon bedenklich? Noch nicht. Mit der Betonung auf "noch". Wenn man sich im CSU-Vorstand aber mit "Möge die Macht mit dir sein" begrüßt, ist es zu spät.

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