Söder zu Trump-Drohung: "Wir sollten alle cool bleiben"

Der US-Präsident ist nicht gut auf Deutschland zu sprechen. Nun hat er eine Drohung platziert, die man hierzulande schon oft gehört hat. CSU-Chef Söder hat einen Ratschlag für beide Seiten.
dpa |
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CSU-Chef Söder war erst vor einem Monat selbst in den USA. Nach der neusten Drohung aus Washington von US-Präsident Trump rät Söder zu Gelassenheit auf beiden Seiten. (Archivbild)
CSU-Chef Söder war erst vor einem Monat selbst in den USA. Nach der neusten Drohung aus Washington von US-Präsident Trump rät Söder zu Gelassenheit auf beiden Seiten. (Archivbild) © Sven Hoppe/dpa
München

Nach der Drohung von Präsident Donald Trump zum Abzug von US-Soldaten aus Deutschland empfiehlt CSU-Chef Markus Söder allen Beteiligten mehr Gelassenheit. "Ich hoffe sehr, dass der US-Präsident weiter im Interesse der eigenen Streitkräfte handelt und die Präsenz in Deutschland stärkt. Mein Wunsch: Wir sollten alle cool bleiben. Die amerikanischen Streitkräfte fühlen sich sehr wohl in Deutschland", sagte der bayerische Ministerpräsident der "Bild"-Zeitung. 

Söder: Abzug wäre auch nicht im Interesse der USA

Ein US-Truppenabzug wäre - so Söder weiter - weder im deutschen Interesse noch im Interesse der Vereinigten Staaten. "Deutschland ist ein zentraler strategischer Stützpunkt für die US-Streitkräfte in aller Welt. Mit Grafenwöhr haben wir in Bayern den größten Truppenübungsplatz in ganz Europa. Hier werden auch ukrainische Soldaten trainiert, die sich erfolgreich gegen die russische Übermacht wehren."

Trump droht zum wiederholten Male mit Abzug von US-Soldaten

US-Präsident Donald Trump hatte zuvor zum wiederholten Male mit einem Abzug von US-Soldaten aus Deutschland gedroht. Konkret prüften die USA eine mögliche Reduzierung ihrer Truppen. Eine Entscheidung solle in Kürze getroffen werden, schrieb der Republikaner auf seiner Plattform Truth Social. 

Aktuell sind nach Angaben des US-Militärs von Mitte April rund 86.000 Soldaten in Europa stationiert – davon rund 39.000 in Deutschland. Die Zahl verändert sich regelmäßig, auch wegen Rotationen und Übungen.

Trump im Clinch mit Kanzler Merz

Die Ankündigung folgt auf Trumps deutliche Kritik an Bundeskanzler Friedrich Merz, weil dieser sich kritisch über die US-Offensive gegen den Iran geäußert hatte. "Er hat keine Ahnung, wovon er spricht!", hatte Trump am Dienstag auf Truth Social mit Blick auf den CDU-Vorsitzenden geschrieben. Es sei kein Wunder, "dass es Deutschland so schlecht geht, sowohl wirtschaftlich als auch in anderer Hinsicht!". Er warf dem Kanzler vor, damit einverstanden zu sein, dass der Iran über Atomwaffen verfüge.

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