Söder: Vorschlag zu Partner-Mitversicherung reicht nicht aus

Schon am 29. April soll die Gesundheitsreform durchs Bundeskabinett. Über den bisherigen Entwurf der Ministerin wird aber noch gerungen.
dpa |
X
Sie haben den Artikel der Merkliste hinzugefügt.
zur Merkliste
Merken
lädt ... nicht eingeloggt
Teilen
Söder pocht weiter auf Änderungen am Entwurf für die Gesundheitsreform. (Archivbild)
Söder pocht weiter auf Änderungen am Entwurf für die Gesundheitsreform. (Archivbild) © Malin Wunderlich/dpa
Berlin

In der Debatte über Einschränkungen der beitragsfreien Mitversicherung von Ehepartnern in der gesetzlichen Krankenversicherung schließt Bundesgesundheitsministerin Nina Warken Änderungen an ihren Plänen nicht aus. In der ARD-Sendung "Bericht aus Berlin" sagte die CDU-Politikerin, man sei hier noch in Gesprächen, es bestehe auch überall Gesprächsbereitschaft. 

Warken verwies zudem auf das parlamentarische Verfahren, in dem auch Veränderungen möglich sind. Zugleich bezeichnete sie ihren bisherigen Vorschlag als sozialverträglich und als Mittelweg. CSU-Chef Markus Söder sprach in der ARD-Sendung von einem ersten Schritt in die richtige Richtung. Dieser reiche aber noch nicht aus.

Nach einem Referentenentwurf des Gesundheitsministeriums, den das Kabinett bereits am 29. April beschließen will, sollen Kassenmitglieder mit derzeit beitragsfrei mitversicherten Ehepartnern künftig einen Beitragszuschlag von 3,5 Prozent zahlen. Dies soll ab 2028 gelten. Beitragsfrei mitversichert sein sollen noch Kinder, Eltern von Kindern bis zum siebten Geburtstag, von Kindern mit Behinderungen sowie Menschen mit pflegebedürftigen Angehörigen und im Regel-Rentenalter. 

Wer bezahlt die Krankenkosten für Bezieher von Bürgergeld?

Die CSU stemmt sich zudem dagegen, dass die Kassen weiter die Krankenkosten für Bürgergeldempfänger finanzieren sollen, statt dies mit Steuergeld zu bezahlen. Söder sprach von einem "Riesenbatzen" und mahnte hier eine "deutliche Veränderung" an. Gegenfinanziert müsse dies durch Einsparungen im Bundeshaushalt durch Einsparungen, "was denn sonst". 

Warken sieht in ihrem Entwurf keine Änderung der bisherigen Praxis vor, die bis zu zwölf Milliarden Euro Krankenkosten für Bürgergeldempfänger von der gesetzlichen Krankenversicherung bezahlen zu lassen. Die Ministerin wies hier auf fehlende Spielräume im Bundeshaushalt hin. Sie räumte hier aber eine Ungerechtigkeit gegenüber den Beitragszahlern ein, über den man "perspektivisch" sprechen müsse.

Hinweis: Diese Meldung ist Teil eines automatisierten Angebots der nach strengen journalistischen Regeln arbeitenden Deutschen Presse-Agentur (dpa). Sie wird von der AZ-Onlineredaktion nicht bearbeitet oder geprüft. Fragen und Hinweise bitte an feedback@az-muenchen.de

Lädt
Anmelden oder registrieren

Zum Login
Zu meinen Themen hinzufügen

Hinzufügen
Sie haben bereits von 15 Themen gewählt

Bearbeiten
Sie verfolgen dieses Thema bereits

Entfernen
Um "Meine AZ" nutzen zu können, müssen Sie der Datenspeicherung zustimmen.

Zustimmen
Teilen
lädt ... nicht eingeloggt
 
merken
Nicht mehr merken
X

Sie haben den Inhalt der Merkliste hinzugefügt.