Söder: Ohne Kultur stirbt ein Staat im Inneren

Wenn in der Staatskasse Geld fehlt, wird gern mal bei der Kultur gestrichen. Bayerns Ministerpräsident Markus Söder hält davon gar nichts. Der CSU-Chef hat andere Pläne.
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Bayerns Ministerpräsident Markus Söder macht der Kulturbranche ein Versprechen. (Archivbild)
Bayerns Ministerpräsident Markus Söder macht der Kulturbranche ein Versprechen. (Archivbild) © Daniel Vogl/dpa
München

Bayerns Ministerpräsident Markus Söder hat ein klares Bekenntnis zur Kultur abgelegt und ihr finanziell nicht an den Kragen gehen. "Ich darf Ihnen heute versprechen, wir werden an der Kultur in Bayern nicht sparen", sagte der CSU-Vorsitzende beim Bühnendinner der Bayerischen Staatsoper in München. Es sei zwar nicht so einfach, um politische Mehrheiten und Geld dafür zu werben. Aber: "Ohne Kultur stirbt im Inneren ein Staat und darum setzen wir uns so dafür ein."

Kultur manchen "nicht geheuer"

Söder hob den Wert kultureller Institutionen hervor - gerade in Zeiten, in denen die Demokratie vielfältigen Angriffen ausgesetzt ist. Neben den Medien versuchten Autokraten als Erstes, die Kultur in den Griff zu bekommen. "Denn die Kultur ist manch einem in der Politik einfach nicht geheuer. So viel Kreativität, so viel Individualität, so viel Neues und Traditionelles, so viel Interpretation und Freiheit, so viel Vielfalt!", sagte Söder.

"Aus aller Herren Länder kommen Künstlerinnen und Künstler zusammen, um eine Idee miteinander zu verwirklichen. Und das stört den einen oder anderen autokratisch Denkenden", führte Söder aus. "Und genau weil es diejenigen stört, ist es umso wichtiger, dass wir Freiheit und Vielfalt, dass wir Kreativität und Innovation erhalten." 

Essen und Kultur auf großer Bühne

Söder war zum ersten Mal bei der Eröffnung der Benefizveranstaltung auf der Bühne der Staatsoper, deren Erlöse dem Kinder- und Jugendprogramm des Hauses zugutekommen. Im Anschluss bot das Haus unter Leitung von Staatsintendant Serge Dorny für die rund 500 Gäste ein Vier-Gänge-Menü sowie ein Programm mit Musik, Gesang und Ballett. 

Zudem konnten die Besucherinnen und Besucher bei einer stillen Auktion mitmachen. Zu ersteigern gab es etwa eine Statistenrolle in der Oper "La Bohème" (Startpreis 3.000 Euro), ein romantisches Abendessen bei Kerzenschein im opulenten Königssaal des Nationaltheaters (Startpreis 7.000 Euro) und eine exklusive Nachtführung durch das Nationaltheater (Startpreis 750 Euro).

Hinweis: Diese Meldung ist Teil eines automatisierten Angebots der nach strengen journalistischen Regeln arbeitenden Deutschen Presse-Agentur (dpa). Sie wird von der AZ-Onlineredaktion nicht bearbeitet oder geprüft. Fragen und Hinweise bitte an feedback@az-muenchen.de

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