Söder dringt auf Corona-Testpflicht für Reiserückkehrer

Der bayerische Ministerpräsident Markus Söder macht weiter Druck für eine Corona-Testpflicht bei Urlaubsrückkehrern. Er dränge sehr darauf, dass man es jetzt mache, sagte Söder am Mittwochabend in der ZDF-Sendung "Markus Lanz". Die Delta-Variante breite sich weiter aus, man müsse sich auf den Herbst vorbereiten.
| dpa
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Eine medizinische Mitarbeiterin legt einen Tupfer mit einem Abstrich für einen Corona-Test in ein Teströhrchen.
Eine medizinische Mitarbeiterin legt einen Tupfer mit einem Abstrich für einen Corona-Test in ein Teströhrchen. © Matthias Balk/dpa/Symbolbild
Berlin

Söder hatte am Dienstagabend mit Blick auf eine erweiterte Testpflicht den 1. August als Datum genannt und sich auf eine Zusicherung des Bundes berufen. Die Bundesregierung ließ am Mittwoch aber den Starttermin noch offen.

Söder mahnte auch eine massive Erhöhung des Impftempos an. Vollgeimpfte sollten - auch aus verfassungsrechtlichen Gründen - maximale Freiheiten erhalten, so könnten Anreize zum Impfen gesetzt werden. Andererseits müssten jene, die sich nicht impfen lassen wollten, Tests auf Dauer auch selbst bezahlen. Es handele sich nicht um eine Impfpflicht durch die Hintertür, sondern um Eigenverantwortung.

"Wer partout nicht will, und das respektiere ich, aber der muss dann auch die Konsequenz und die Verantwortung dafür übernehmen", sagte der CSU-Chef. Eine Entscheidung, ab wann und wie, sollte vor der Bundestagswahl getroffen werden. Das hänge auch damit zusammen, wann man definitiv sagen könne, jeder habe die Möglichkeit gehabt, ein Impfangebot zu bekommen. Auf die Frage, ab wann das Bezahlen von Tests gelten könnte, antwortete Söder: "Ab Oktober auf jeden Fall."

Söder sprach für Bayern von einem "Strömungsabriss" beim Impfen. Es gehe nur noch zäh voran. Ihn ärgere, dass genug Impfstoff da sei, um in 80 bis 90 Tagen alle ab 12 Jahren zu impfen. Dann wäre man damit im Herbst durch.

Mit Blick auf die Debatte über die Bedeutung des Inzidenzwertes für Corona-Maßnahmen sagte Bayerns Ministerpräsident, die Inzidenz werde man sicher weiter brauchen. Wichtig sei aber auch die Frage, wann eine Überlastung des Gesundheitssystems drohe, wenn mehr als die Hälfte der Bevölkerung geimpft sei.

© dpa-infocom, dpa:210729-99-589246/2

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