Söder: Corona-Risikogebiete sollten täglich überprüft werden

Zum Schutz vor Corona-Ansteckungen durch Urlauber sollte die Bundesregierung nach Ansicht von CSU-Chef Markus Söder die sogenannten Risikogebiete stetig neu bewerten. "Die Flexibilität im Agieren, was ist ein Risikogebiet, sollte man auch täglich überprüfen", sagte der bayerische Ministerpräsident am Sonntag im ARD-Sommerinterview in Berlin.
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Markus Söder, Vorsitzender der CSU und Ministerpräsident von Bayern. Foto: Fabian Sommer/dpa
dpa Markus Söder, Vorsitzender der CSU und Ministerpräsident von Bayern. Foto: Fabian Sommer/dpa

Berlin - Zum Schutz vor Corona-Ansteckungen durch Urlauber sollte die Bundesregierung nach Ansicht von CSU-Chef Markus Söder die sogenannten Risikogebiete stetig neu bewerten. "Die Flexibilität im Agieren, was ist ein Risikogebiet, sollte man auch täglich überprüfen", sagte der bayerische Ministerpräsident am Sonntag im ARD-Sommerinterview in Berlin. Reiserückkehrer aus Corona-Hotspots, also Gebieten mit einem besonders hohen Ansteckungsrisiko wegen hoher Fallzahlen, müssen sich in Deutschland verpflichtend auf das Virus testen lassen.

Risikogebiete würden sich schnell verändern und die Liste könne sich auch schnell erweitern, betonte Söder. "Deswegen, glaube ich, ist es sehr sinnvoll, gerade innerhalb Europas sehr breit angelegt zu agieren und nicht zu eng auf einen formalen Akt." Neben kostenlosen Tests und ausreichen Krankenhauskapazitäten könne der Staat den Bürgern nicht viel zurückgeben, zugleich verlange er in der Pandemie von ihnen aber viel ab. Mehr Tests würden auch mehr Sicherheit bedeuten, da viele Menschen verunsichert seien.

Für alle, die sich den Pflichttests verweigerten oder auch die anderen Schutzmaßnahmen wie den Mund-Nase-Schutz in Bussen und Bahnen nicht trügen, müsse es Geldstrafen geben, sagte Söder. "Ich glaube schon, dass wir uns dem ganzen Thema intensiver nähern müssen, sonst haben die ganzen Regeln ja keinen Sinn." Die Masken seien zu tragen, wo der Abstand schlecht zu wahren sei. "Wer verpflichtende Tests verweigert oder bewusst gegen Maßnahmen verstößt, muss mit Bußgeld rechnen." Als Beispiel nannte Söder Kontrollen in Zügen und im sonstigen Personen-Nahverkehr. "Gehen tut das schon, wir brauchen nur den Willen."

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