So kämpfen fünf Städte um den Erhalt ihrer Galeria-Häuser

Das Kaufhaus inmitten der Stadt: Schon viele Kommunen in Bayern mussten darauf verzichten. Trifft es nun weitere Galeria-Standorte? Die betroffenen Städte nehmen die Staatsregierung in die Pflicht.
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Auch die Filiale in Würzburg steht auf dem Prüfstand. (Archivbild)
Auch die Filiale in Würzburg steht auf dem Prüfstand. (Archivbild) © Karl-Josef Hildenbrand/dpa
Würzburg

Droht fünf Standorten der Warenhauskette Galeria in Bayern das Aus? Die Oberbürgermeister der betroffenen Städte wollen das nicht einfach so hinnehmen und wenden sich an die Staatsregierung. Sie müsse die Interessen der betroffenen Standorte gegenüber dem Unternehmen "deutlich vertreten", heißt es in einem Positionspapier der Städte Aschaffenburg, Würzburg, Bayreuth, Memmingen und München. Dort steht die Filiale am Rotkreuzplatz zur Debatte.

"Auch die Eigentümerinnen und Eigentümer der Immobilien sind gefordert, an tragfähigen Lösungen mitzuwirken. Gemeinsames Ziel muss es sein, die bestehenden Standorte zu stabilisieren und möglichst viele Arbeitsplätze zu sichern. Dazu braucht es einen engen Austausch zwischen dem Freistaat, den Kommunen und den maßgeblichen wirtschaftlichen Akteuren", schreiben die Oberbürgermeister. Man bitte deshalb um eine "klare politische Initiative" der Staatsregierung.

Schon viele Schließungen in früheren Jahren

Im Juli hatte die angeschlagene Warenhaus-Kette angekündigt, bundesweit 33 Standorte auf Rentabilität zu prüfen. Auch Schließungen stehen im Raum. In den vergangenen Jahren wurden in Bayern bereits eine Reihe von Warenhäusern geschlossen. Mancherorts wurden Nachnutzungen gefunden, andernorts ist noch unklar, wie es mit den großen Gebäuden in Innenstadtlage weitergeht.

Auch die nun überprüften Galeria-Filialen befänden sich in zentralen Innenstadtlagen, betonen die Rathauschefs. "Sie sind seit Jahrzehnten Bestandteil gewachsener Handelsstrukturen und haben die Entwicklung ihres jeweiligen Umfelds wesentlich mitgeprägt. Ihr möglicher Wegfall ist deshalb nicht allein als unternehmerische Entscheidung zu betrachten." Eine Schließung hätte Folgen für ganze Innenstadtbereiche und würde "nicht nur eine große ungenutzte Immobilie hinterlassen; sie würde darüber hinaus Besucherströme verändern und könnte die gesamte angrenzende Handelslage schwächen". 

Nach Angaben der Stadt Würzburg soll es Mitte September ein Gespräch der Städte mit dem Wirtschaftsministerium geben. Vor Ort seien die Rahmenbedingungen zwar individuell und auch die Auswirkungen von Umstrukturierungen würden sich unterschiedlich äußern. Doch es überwiege das gemeinsame Ziel, diese "Anker für lebendige Innenstädte" zu erhalten.

Hinweis: Diese Meldung ist Teil eines automatisierten Angebots der nach strengen journalistischen Regeln arbeitenden Deutschen Presse-Agentur (dpa). Sie wird von der AZ-Onlineredaktion nicht bearbeitet oder geprüft. Fragen und Hinweise bitte an feedback@az-muenchen.de

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