Skepsis in München: Mehr Vogel, weniger Dino - neue Archaeopteryx-Art gefunden

Die aus einem Steinbruch im bayerisch-schwäbischen Daiting stammende neue Art tauften die Forscher "Archaeopteryx albersdoerferi" - nach dem Eigentümer des Fossils, dem Paläontologen Raimund Albersdörfer.
| dpa
X
Sie haben den Artikel der Merkliste hinzugefügt.
zur Merkliste
Merken
0  Kommentare Artikel empfehlen

Grenoble/München - Forscher haben nach eigenen Angaben eine neue Art des Urvogels Archaeopteryx identifiziert. Sie besitze mehr Gemeinsamkeiten mit heutigen Vögeln, als mit ihren Dinosaurier-Vorfahren, sagte Mitautor Per Ahlberg von der Universität Uppsala in Schweden. Besser als in früheren Studien könne man nun schlüssig zeigen, dass der Archaeopteryx ein ursprünglicher Vorläufer der Vögel sei, schreibt das Team im Journal "Historical Biology".

Die Erkenntnisse gewann es in der European Synchrotron Radiation Facility (ESRF), einer Großforschungseinrichtung in Grenoble. Mit einer hochauflösenden Computertomographie wurde das Fossil aus einem Steinbruch im bayerisch-schwäbischen Ort Daiting dort untersucht. Die Forscher nannten die neue Art Archaeopteryx albersdoerferi - nach dem Eigentümer des Fossils, dem Paläontologen Raimund Albersdörfer. (Lesen Sie hier: )

Skepsis in München: Extrem detaillierte Computertomographie

Weltweit sind nur rund ein Dutzend Archaeopteryx-Exemplare bekannt, die alle aus Bayern stammen. Ihr Alter wird auf etwa 150 Millionen Jahre geschätzt. Der Urvogel aus Daiting gilt als Besonderheit, weil er rund 400 000 Jahre jünger ist, als die anderen. Das nun so gründlich untersuchte Archaeopteryx-Exemplar ist das achte, das gefunden wurde. In Kürze soll es in Denkendorf im Dinosaurier-Museum Altmühltal ausgestellt werden.

Oliver Rauhut von der Bayerischen Staatssammlung für Paläontologie und Geologie in München ist skeptisch, ob es sich tatsächlich um eine neue Art handelt. Beim Archaeopteryx habe man noch ein sehr schlechtes Verständnis der Unterteilung in Arten, sagte der Paläontologe. Das Daitinger Exemplar sei zudem mit einer extrem detaillierten Computertomographie untersucht worden. Die Frage sei, was man finden würde, wenn man die anderen genauso untersuchen würde.

  • Themen:
Lädt
Anmelden oder registrieren

Zum Login
Zu meinen Themen hinzufügen

Hinzufügen
Sie haben bereits von 15 Themen gewählt

Bearbeiten
Sie verfolgen dieses Thema bereits

Entfernen
Um "Meine AZ" nutzen zu können, müssen Sie der Datenspeicherung zustimmen.

Zustimmen
Teilen 0  Kommentare – hier diskutieren Artikel empfehlen
0 Kommentare
Artikel kommentieren