Simon Schwarz über miese Parfüms und Drama im Klamauk

Simon Schwarz setzt beim Dreh der Krimikomödie "Steckerlfischfiasko" auf strenge Düfte – mit heftigen Reaktionen. Was hinter dem ungewöhnlichen Schauspielansatz steckt und was für ihn ein Drama ist.
dpa |
X
Sie haben den Artikel der Merkliste hinzugefügt.
zur Merkliste
Merken
lädt ... nicht eingeloggt
Teilen  AZ als Quelle bevorzugen
Für den Dreh hat Simon Schwarz sich fiese Parfums besorgt.
Für den Dreh hat Simon Schwarz sich fiese Parfums besorgt. © Felix Hörhager/dpa
München

Beim Dreh der Krimikomödie "Steckerlfischfiasko" hat Simon Schwarz das Filmteam mit strengen Gerüchen strapaziert. Damit wollte er seiner Figur des Rudi Birkenberger gerecht werden, der sich nicht mehr wäscht. Seine Bitte an den Fahrer des Teams: "Er sollte die schlechtesten Parfums in den niederbayerischen Drogerien suchen, so miese, beißende Damendüfte", sagte der Österreicher bei der Premiere in München. "Alles, was er penetrant gefunden hat, das haben wir dann versucht aufzutragen, damit die Kollegen und Kolleginnen reagieren, wenn ich komme."

Tatsächlich sind die Reaktionen auf den verwahrlosten Birkenberger heftig. "Du stinkst wie ein Iltis", moniert Dorfpolizist Franz Eberhofer. Und dessen Chef stellt fest, dass Birkenberger "vor sich hin kompostiert". 

Drama im Klamauk

Auch wenn Birkenberger seinen Zustand mit einem Selbstversuch begründet, gibt es einen ernsten Hintergrund: Der Ex-Polizist lebt seit längerer Zeit im Auto. "Das ist ganz lustig in der Erzählung, aber in Wirklichkeit ist es ein Drama", findet Schwarz. "Das ist eine Figur, die an der Armutsgrenze lebt, bis zur Wohnungslosigkeit." 

Schauspielerisch sei das nicht leicht. "Die Schwierigkeit ist jedes Mal, sich in diesem Klamauk in irgendeiner Form mit seiner Dramatik durchzusetzen. Das ist jedes Mal eine wahnsinnige Herausforderung und es gelingt vielleicht auch nicht immer gleich gut", erläuterte der Film- und Theaterschauspieler. "In der Fantasie kann ich mir das alles schöner träumen, aber die Realität umzusetzen ist ja dann schon etwas komplexer."

"Fast ein bisschen nackt"

Für die Rolle des heruntergekommenen Rudi musste er doch einige Zeit in der Maske sitzen. Und er bekam sogar eine eigene Perücke mit fettigen, langen Haarsträhnen. Wie fühlte es sich an, das am letzten Drehtag alles abzulegen? "Das war fast ein bisschen nackt", gestand Schwarz lachend ein. "Man gewöhnt sich ja an so einen Look."

Hinweis: Diese Meldung ist Teil eines automatisierten Angebots der nach strengen journalistischen Regeln arbeitenden Deutschen Presse-Agentur (dpa). Sie wird von der AZ-Onlineredaktion nicht bearbeitet oder geprüft. Fragen und Hinweise bitte an feedback@az-muenchen.de

  • Themen:
Lädt
Anmelden oder registrieren

Zum Login
Zu meinen Themen hinzufügen

Hinzufügen
Sie haben bereits von 15 Themen gewählt

Bearbeiten
Sie verfolgen dieses Thema bereits

Entfernen
Um "Meine AZ" nutzen zu können, müssen Sie der Datenspeicherung zustimmen.

Zustimmen
Teilen
lädt ... nicht eingeloggt
 
merken
Nicht mehr merken
X

Sie haben den Inhalt der Merkliste hinzugefügt.