"Sieg für die Psyche"

Club-Trainer Michael Oenning fordert drei Punkte für das Seelenheil und setzt vor dem Spitzenspiel in Mainz auf die Lernfähigkeit seiner Flatter-Abwehr: „Bemüht, aber nicht unbedingt clever.“
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Alles nur Kopfsache? Club-Trainer Michael Oenning hat in seiner Viererkette drei Sorgenkinder und einen Musterschüler.
10nach8 Alles nur Kopfsache? Club-Trainer Michael Oenning hat in seiner Viererkette drei Sorgenkinder und einen Musterschüler.

NÜRNBERG - Club-Trainer Michael Oenning fordert drei Punkte für das Seelenheil und setzt vor dem Spitzenspiel in Mainz auf die Lernfähigkeit seiner Flatter-Abwehr: „Bemüht, aber nicht unbedingt clever.“

Ein Sieg fürs Seelenheil soll’s werden. Am Freitag (18 Uhr) gastiert der Club am Mainzer Bruchweg, und Trainer Michael Oenning weiß: „Ein Dreier wäre wichtig für die Psyche.“ „Sehr bemüht, aber nicht unbedingt clever“ lautet Oennings Arbeitszeugnis nach vier Spieltagen. Heißt: Die Jungs wollen, können aber nicht immer. Besonders die Defensive, in der Vorbereitung noch Prunkstück des Club-Express, wackelt bedenklich. „Fehlende Abstimmung“, moniert Oenning nach dem Kreuzbandriss von Abwehr-Chef Andy Wolf. Und fürchtet: „Die wird länger anhalten.“

Wolfs Vertreter Aleksandar Mitreski sah in Wiesbaden bei beiden Toren nicht gut aus. Der mazedonische Nationalspieler weiß: „Wir haben keine Zeit, uns groß einzuspielen.“ „Böcke“ dieser Art darf er sich gegen Mainz nicht erlauben. Kollaborateur in beiden Fällen: José Goncalves, der selbstkritisch gesteht: „Ich muss noch viel lernen.“

Goncalves darf noch Fehler machen

Oenning nimmt den Portugiesen in Schutz. „José ist erst 23 Jahre alt, er darf Fehler machen.“ Nur eines will Oenning nicht mehr sehen, „naive Fehler“. Wie der nur mit Gelb geahndete Kopfstoß, zu dem sich Goncalves am Sonntag hinreißen ließ. Auch Javier Pinola läuft seiner Form weit hinterher. Ergebnis von Oennings Ursachenforschung: „Er ist in einer schwierigen, aber nicht aussichtslosen Phase. Da muss er durch.“ Dabei würde dem Trainer ein „Pino in Normalform“ schon reichen. Der Publikumsliebling ermahnte sich und seine Kollegen diese Woche zu „mehr Konzentration“.

Defensiver Lichtblick ist aktuell Dominik Reinhardt. Letzte Saison immer für den einen oder anderen Patzer gut, mausert sich der 23-Jährige zur Konstanten auf der rechten Seite. Unter Thomas von Heesen galt Reinhardt als „zu brav“, verlor vor Saisonbeginn seinen Platz an den gelernten Stürmer Mario Breska. Doch jetzt ist Dominik zurück, spürt aber auch den heftigen Gegenwind in Liga zwei: „Wir haben schon zu viele Punkte liegen lassen. Wir müssen in Mainz gewinnen.“

Im Angriff wird sich "nicht viel ändern"

Wenigstens in der Offensive ist Oenning sorgenfrei. „Da wird sich nicht viel verändern.“ Angelos Charisteas ist nicht erst seit seinem späten Tor zum 2:2 in Wehen „super drauf“ (Oenning), auch „Fahrkarten-Schütze“ Isaac Boakye brennt auf Spielzeit. „Er hat mit Mainz noch eine Rechnung offen“, weiß Oenning. 13 Spiele absolvierte der Ghanaer für den FSV, netzte nur einmal ein – Mainz verzichtete daraufhin auf die mit dem VfL Wolfsburg vereinbarte Kaufoption. Und Isaac landete beim Club. Zum Leidwesen von Millionen-Transfer Christian Eigler (Bielefeld), dem in Mainz wieder nur die Joker-Rolle bleibt. Maja Kolonic

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