Sieben weitere Habichtskäuze ziehen nach Nordbayern

Erbendorf (dpa/lby) - Neue Heimat für Habichtskäuze: Die Population der Eulenvögel in Nordbayern wächst. In der kommenden Woche sollen sieben weitere Tiere angesiedelt werden, wie Johannes Bradtka, Vorsitzender des Vereins für Landschaftspflege und Artenschutz in Bayern (VLAB) mit Sitz in Erbendorf (Kreis Tirschenreuth), am Freitag sagte.
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Ein Habichtskauz. Foto: Armin Weigel/Archivbild
dpa Ein Habichtskauz. Foto: Armin Weigel/Archivbild

Erbendorf (dpa/lby) - Neue Heimat für Habichtskäuze: Die Population der Eulenvögel in Nordbayern wächst. In der kommenden Woche sollen sieben weitere Tiere angesiedelt werden, wie Johannes Bradtka, Vorsitzender des Vereins für Landschaftspflege und Artenschutz in Bayern (VLAB) mit Sitz in Erbendorf (Kreis Tirschenreuth), am Freitag sagte. Die Habichtskäuze stammen aus dem Opel-Zoo im Taunus, dem Gehege des Nationalparks Bayerischer Wald sowie aus Hellenthal in der Eifel. Sie sollen zunächst für vier Wochen in eine Voliere einziehen, wo sie sich an die Umgebung gewöhnen können, ehe sie in die freie Wildbahn entlassen würden.

Der VLAB hat 2017 ein Projekt zur Wiederansiedlung der in freier Natur in Deutschland seit 100 Jahren ausgestorbenen Habichtskäuze gestartet. Seit Projektbeginn fanden elf Habichtskäuze im Steinwald, dem südlichen Fichtelgebirge und dem Oberpfälzer Wald eine Heimat. Einer der Vögel starb bei einem Zusammenstoß mit einem Lastwagen. Ein zweiter musste nach einem Autounfall operiert werden. Das Weibchen lebt seither im Tierpark Lohberg bei Zwiesel.

Der Habichtskauz ist der größte und zugleich einer der seltensten Käuze in Mitteleuropa. Er ist etwa 60 Zentimeter groß, hat eine Spannweite von 125 Zentimetern und kann mehr als 20 Jahre alt werden. In Nordbayern finden die Vögel Bradtka zufolge geeignete Bedingungen. Die Region sei dünn besiedelt, das raue Klima mache ihnen nichts aus und an Beutetieren - vor allem Mäusen - mangele es nicht. Für das Projekt wurden zahlreiche Nistkästen aufgehängt. Darin hätten sich nun auch Waldkäuze wohlgefühlt und darin gebrütet. "Auch das ist ein kleiner Erfolg."

Das auf 10 Jahre angelegte Projekt kostet jährlich etwa 100 000 Euro. Gefördert wird es unter anderem von der Heinz-Sielmann-Stiftung.

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