Sicherheit für zuhause: Das kosten Hausnotrufe von BRK und Maltesern
Draußen wird es wieder ungemütlicher und die Menschen flüchten in die eigenen vier Wände. Für alleinlebende Menschen kann das gefährlich sein: Wer stürzt oder sich anderweitig verletzt, hat das Handy nicht immer griffbereit und Hilferufe bleiben ungehört. Deshalb bieten Rettungsdienste wie die Malteser und das Bayerische Rote Kreuz (BRK) sogenannte Hausnotrufe an.
Die gibt es in Form einer Halskette oder als eine Art Uhr ums Handgelenk. Beide Varianten erfüllen dieselbe Funktion: "Mit einem Knopfdruck wird eine Verbindung zur rund um die Uhr besetzten BRK-Service- und Notrufzentrale hergestellt", teilt das BRK auf Nachfrage der AZ mit.

Welche Variante besser sei, hänge von der persönlichen Präferenz ab. Wichtig ist laut BRK nur, dass der Notrufknopf bequem sitzt und wirklich jederzeit erreichbar ist. Wird etwa die Kette nicht um den Hals getragen, kann der Knopf nach einem Sturz auch nicht gedrückt werden. Beide Varianten haben gemeinsam, dass ein stationäres Basisgerät in der Wohnung installiert wird, über das die Kommunikation mit der Zentrale erfolgt.
Hausnotruf: Akku hält länger als bei Smartwatches
Sowohl bei den Maltesern als auch beim BRK schätzt diese Zentrale bei einem Notruf ein, welche Form der Hilfe die richtige ist. "Das kann der Kontakt oder Alarmierung zu einem hinterlegten Familienangehörigen sein, zum Sozialen Hintergrunddienst der Malteser oder aber, im lebensbedrohlichen Notfall, zum Rettungsdienst", teilen die Malteser auf AZ-Anfrage mit.
Demnach können Kunden beim Vertragsabschluss Kontakte hinterlegen, die bei der Alarmierung angefragt werden. Wer möchte, kann bei den Maltesern und dem BRK auch einen Schlüssel abgeben, um im Notfall ohne Gewalt in die Wohnung zu kommen, und Informationen zu Vorerkrankungen sowie benötigten Medikamenten teilen.

Smartwatches bieten zwar teilweise ebenfalls Notruf-, Sturzerkennungs- oder Gesundheitsfunktionen, aber sind dafür vom WLAN abhängig und müssen regelmäßig geladen werden. Die Malteser teilen mit: "Der Akku im stationären Hausnotruf-Gerät funktioniert in der Regel sehr lange, wird aber von den Maltesern im Rahmen der Wartung regelmäßig ausgetauscht." Ein weiterer Nachteil der Smartwatches: Sie rufen immer den Rettungsdienst, auch wenn dieser nicht in jedem Fall benötigt wird.
Hausnotruf ist Entlastung für Angehörige
Die typische Kundengruppe solcher Hausnotrufe sind laut den Maltesern Senioren, die möglichst lange selbstbestimmt in den eigenen vier Wänden leben wollen. Aber auch für Menschen mit Beeinträchtigung oder nach einer schwächenden OP kann eine solche Kette oder Uhr sinnvoll sein. Die Geräte sind jedoch nicht nur für die Kunden selbst eine Entlastung: "Gleichzeitig wissen Angehörige, dass im Ernstfall eine Anlaufstelle erreichbar ist, auch dann, wenn sie selbst nicht vor Ort sein können", teilt das BRK mit.

Die Kosten hängen vom Leistungspaket ab. Die Basisversion der Malteser und des BRK kostet jeweils 27 Euro pro Monat. Das BRK-Komfortpaket kostet monatlich 52 Euro und beinhaltet zusätzlich die Schlüsselaufbewahrung, die Pflege medizinischer Daten sowie Hilfe durch ausgebildetes BRK-Personal, falls der Notruf nicht nötig sein sollte. Das Komplettsicherheits-Paket der Malteser kostet rund 60 Euro und umfasst ebenfalls den Bereitschaftsdienst und einen Schlüsselservice.
Bei einem anerkannten Pflegegrad ist unter bestimmten Voraussetzungen auch eine Kostenübernahme durch die Pflegekasse möglich.
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