Sexspielzeug im Fernsehen: Tipps zum Gespräch mit Kindern

München (dpa/lby) - Was tun, wenn beim Fernsehen mit der Familie mitten am Tag Werbung für Sexspielzeug läuft? Insbesondere für Eltern hat die Bayerische Landeszentrale für neue Medien (BLM) mit der Aktion Jugendschutz Bayern eine Broschüre erstellt mit Tipps zum Umgang mit Sexualität in den Medien.
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Fernbedienungen. Foto: Wolfram Steinberg/Archivbild
dpa Fernbedienungen. Foto: Wolfram Steinberg/Archivbild

München (dpa/lby) - Was tun, wenn beim Fernsehen mit der Familie mitten am Tag Werbung für Sexspielzeug läuft? Insbesondere für Eltern hat die Bayerische Landeszentrale für neue Medien (BLM) mit der Aktion Jugendschutz Bayern eine Broschüre erstellt mit Tipps zum Umgang mit Sexualität in den Medien. "Wir wissen aus zahlreichen Bürgerbeschwerden: Für viele Zuschauer ist es eine Herausforderung oder auch ein Ärgernis, wenn sie im Tagesprogramm - beispielsweise ihres Lieblingssenders - mit entsprechenden Inhalten unvermittelt und zusammen mit ihren Kindern konfrontiert werden", sagte BLM-Präsident Siegfried Schneider in München laut Mitteilung vom Donnerstag.

Das 30 Seiten dicke Heft ist online als PDF auf der Seite der BLM abrufbar. Es soll Eltern und Erziehenden von Kindern bis etwa zwölf Jahre Anregungen für den Medienalltag geben. Im Bezug etwa auf Sexspielzeug heißt es, älteren Grundschulkindern könne man schon erklären, dass es in erster Linie um den Verkauf der Produkte gehe und nicht wirklich um die Liebe. Im Zusammenhang mit erwachsener Sexualität raten die Autoren, kein Geheimnis daraus zu machen - das steigere das Interesse. "Anders sieht es bei der Konfrontation mit Pornografie aus", heißt es. "Pornografische Medieninhalte können Kinder nachhaltig verstören und verunsichern. Sie benötigen in so einem Fall mehr Unterstützung bei der Verarbeitung."

Darstellungen von Sexualität in den Medien haben nach Angaben der BLM zugenommen. Manche amüsierten Kinder, andere könnten für sie schwer einzuordnen sein, sie ängstigen oder verunsichern. "Wenn die Medienaufsicht Verstöße gegen den Jugendschutz feststellt, ergreift sie Maßnahmen gegen die Anbieter", heißt es in der Mitteilung. "Manchmal verletzen Medieninhalte aber die persönlichen Grenzen von Menschen, ohne dass gegen Gesetze verstoßen wird."

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