Senioren misshandelt und gefoltert: Hohe Haftstrafe für Täter

Sie brachen in ein Haus ein und setzten drei Senioren einem Martyrium der grausamsten Art aus. Jetzt fiel das Urteil gegen die drei Räuber – die Täter erwartet eine hohe Haftstrafe.
| az/dpa
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Die Angeklagten sitzen am 22. November neben Anwälten und Dolmetschern im Gerichtssaal des Landgerichts in Weiden in der Oberpfalz.
dpa Die Angeklagten sitzen am 22. November neben Anwälten und Dolmetschern im Gerichtssaal des Landgerichts in Weiden in der Oberpfalz.

Sie brachen in ein Haus ein und setzten drei Senioren einem Martyrium der grausamsten Art aus. Jetzt fiel das Urteil gegen die drei Räuber – die Täter erwarten hohe Haftstrafen.

Weiden - Für einen brutalen Raubüberfall auf ein älteres Ehepaar und eine 89-Jährige aus der Oberpfalz müssen drei Männer bis zu elf Jahre in Haft. "Die Opfer haben das schlimmste Martyrium erlebt, das sie ihr Leben lang nicht mehr vergessen werden", begründete der Vorsitzende Richter Walter Leupold am Donnerstag die Verurteilung unter anderem wegen erpresserischen Menschenraubes und gefährlicher Körperverletzung vor dem Landgericht Weiden.

Stundenlang waren das 68 und 71 Jahre alte Ehepaar und die 89 Jahre alte Mutter der Frau in der Gewalt der Räuber. Sie wurden gefesselt, mit Messerstichen verletzt, geschlagen und getreten. Der Staatsanwalt hatte in seinem Plädoyer gar von Folter gesprochen.

Einbrecher foltern Opfer mit Scheinhinrichtungen

Erst nach mehr als vier Stunden verließ das 34 bis 44 Jahre alte Trio das Haus mit Wertsachen in Höhe von etwa 20.000 Euro. Zuvor hatten die Täter Diesel im Haus verschüttet und gedroht es anzuzünden. Die Opfer leiden noch immer unter den psychischen Folgen der Tat.

Für Geständnisse war dem Trio eine mildere Strafe zugesagt worden. Zwei Männer müssen nun neun Jahre ins Gefängnis, ein dritter elf Jahre. Der Richter betonte, dass er sich bei der "üblen Gewalttat auch eine höhere Strafe vorstellen könnte". Die Geständnisse von zwei Angeklagten seien aber entscheidend gewesen für die Festnahme des Mittäters. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig.

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