Seltener Schneehase wird in bayerischen Alpen erforscht
Das Vorkommen des in den bayerischen Alpen extrem seltenen Schneehasen soll genauer erforscht werden. Mithilfe von Wildtierkameras wollen Experten den scheuen Tieren auf die Spur kommen, wie das Bayerische Landesamt für Umwelt mitteilte. Die Bilder sollen unter anderem von Jägern und Förstern bereitgestellt werden. Sie nutzen solche Kameras ohnehin, um Tiere für die Jagd zu beobachten. 2028 soll dann eine Karte veröffentlicht werden, die zeigt, wo der Alpenschneehase im Freistaat vorkommt.
Bislang gibt es den Angaben zufolge keine validen Zahlen zur Verbreitung oder Bestandshöhe des Tieres in Bayern. Doch um den selten gewordenen Schneehasen besser schützen zu können, sei es wichtig, den Lebensraum des Tieres zu kennen, erläuterte der Vorstand der Deutschen Wildtier Stiftung, Klaus Hackländer. Die Stiftung arbeitet für das Projekt unter anderem mit dem Landesamt und den bayerischen Staatsforsten zusammen.
Dem Schneehasen macht der Klimawandel zu schaffen: Das weiße Fell bietet den Bergbewohnern eine gute Tarnung im Schnee, im Sommer sind die Hasen braungrau gefärbt. Doch inzwischen tragen die Tiere bereits das Winterfell, wenn noch kein Schnee liegt oder die weiße Pracht längst geschmolzen ist, und fallen dadurch leicht auf.
Zudem dringt auch der Feldhase immer weiter in den Lebensraum des Schneehasen ein. Bislang sei über die Abgrenzung der Lebensräume der beiden Tiere aber nur wenig bekannt, schilderte die Präsidentin des Landesamtes, Monika Katzer. Die bayerischen Alpen sind das nördlichste Verbreitungsgebiet des Alpenschneehasen.
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