Sein bitterer Abstieg

Die Wahl ist klar verloren: CSU-Hoffnungsträger stürzt von Platz 11 auf 26. Er läßt den Kopf nicht hängen und will’s noch mal wissen.
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Absturz in der Wählergunst: FCN-Vize und CSU-Stadtratskandidat Siegfried Schneider.
NBGPC Absturz in der Wählergunst: FCN-Vize und CSU-Stadtratskandidat Siegfried Schneider.

Die Wahl ist klar verloren: CSU-Hoffnungsträger stürzt von Platz 11 auf 26. Er läßt den Kopf nicht hängen und will’s noch mal wissen.

NÜRNBERG Katerstimmung bei der CSU: Die Wahl klar verloren, neun Sitze weniger im Stadtrat. Schlimm genug für Nürnbergs Schwarze. Aber einen aus ihren Reihen hat die Wahlschlappe besonders hart getroffen: FCN-Vize und CSU-Hoffnungsträger Siegfried „Siggi“ Schneider (57). Auf dem eigentlich sicheren Listenplatz 11 gestartet, landete der ehemalige Malermeister aus Langwasser nach der Auszählung aller Stimmen reichlich unsanft – auf Platz 26. Abstieg. Denn wegen der herben Stimmverluste stellt die CSU ab sofort nur noch 23 Stadträte (bisher 32) – und da muss Siggi Schneider draußen bleiben.

Dabei hatte man doch vor der Wahl noch so große Hoffnungen in den prominenten Neuzugang gesetzt. Nicht zuletzt mit Zugkraft bei Club-Anhängern dürften CSU-Bezirkschef Günther Beckstein, Fraktionschef Michael Frieser und andere CSU-Granden mit Schneiders Nominierung spekuliert haben.

Aber es sollte eben nicht sein. „129 Stimmen haben mir zum Platz 23 gefehlt“, erklärte der gescheiterte Kandidat gestern gegenüber der AZ, „Im ersten Moment war ich schon sehr enttäuscht, aber ich muss damit leben!“ Wahrscheinlich. Denn die Chance, noch in den Nürnberger Stadtrat nachzurücken ist wohl nur gering.

Schuld ist der Negativ-Trend der CSU

„Transrapid und Rauchverbot“ – seinen bitteren Absturz habe er vor allem dem Negativ-Trend der CSU zu verdanken, so Schneider. „Die Bürger haben gewählt, das muss ich akzeptieren!“

Seine Vorwürfe richten sich eher gegen die Parteispitze um Nürnbergs CSU-Chef Günther Beckstein, die ihn so prominent in Szene gesetzt hatte – bisweilen sehr zum Ärger der CSU-Basis: „Auf meinem Listenplatz habe ich mich nie wohl gefühlt – ich bin eher ein Kämpfer, der von hinten kommt!“ Einen politischen Nebeneinsteiger, auf Platz elf zu setzen, das habe nicht jedem in der CSU gefallen. Schneider: „Neid pur hat da teilweise geherrscht!“ Ganz abgeschrieben hat er den Stadtrat aber noch nicht. „Wenn mich die Partei braucht, werde ich auch bei der nächsten Wahl wieder antreten.“

Auch CSU-Fraktionschef Michael Frieser setzt weiter auf den Club-Vize. „Siggi Schneider hat einen Superwahlkampf gemacht. Er konnte leider nur wie wir alle sein Potenzial nicht heben – auch nicht bei den Clubfans.“

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