Seenotretter Claus-Peter Reisch erhält Erich-Kästner-Preis

Dresden (dpa/sn) - Seenotretter Claus-Peter Reisch (59) erhält den mit 10 000 Euro dotierten Erich-Kästner-Preis des Presseclubs Dresden. Damit soll der unermüdliche Einsatz des Skippers und Kapitäns für Flüchtlinge gewürdigt werden, teilte der Presseclub am Montag mit.
| dpa
X
Sie haben den Artikel der Merkliste hinzugefügt.
zur Merkliste
Merken
0  Kommentare Artikel empfehlen
Der Seenotretter Claus-Peter Reisch. Foto: Johannes Filous/dpa/Archivbild
dpa Der Seenotretter Claus-Peter Reisch. Foto: Johannes Filous/dpa/Archivbild

Dresden (dpa/sn) - Seenotretter Claus-Peter Reisch (59) erhält den mit 10 000 Euro dotierten Erich-Kästner-Preis des Presseclubs Dresden. Damit soll der unermüdliche Einsatz des Skippers und Kapitäns für Flüchtlinge gewürdigt werden, teilte der Presseclub am Montag mit. Zugleich wolle man ihn auszeichnen für sein unbeirrbares Engagement, Politik, Kirche und Gesellschaft für eine humane und europäische Lösung der Flüchtlingsfrage zu gewinnen. Peter Maffay soll die Laudatio bei der Preisverleihung im September halten. Der Sänger war 2007 selbst Preisträger.

Im Sommer 2018 hatte Reisch tagelang ein Rettungsschiff für den Dresdner Verein Mission Lifeline mit 230 aus Seenot geretteten Flüchtlingen im Mittelmeer gesteuert. Kein Land wollte sie aufnehmen. "Auch Anfeindungen und Gerichtsprozesse hielten ihn nicht ab, sein Engagement bis heute fortzuführen", betonte der Presseclub.

"Mit seiner zutiefst humanen Überzeugung, dass die Rettung von Menschenleben immer Priorität haben muss, hat er auch Politiker wie Horst Seehofer oder Markus Söder zum Überdenken ihrer Positionen gebracht", erklärte Andreas Weller, Vorsitzender des Presseclubs. Der gebürtige Bayer Reisch sei eine Persönlichkeit, "für die Werte wie Toleranz, Humanität und Völkerverständigung essenziell sind - ganz im Sinne des Erich-Kästner-Preises".

Der Presseclub Dresden vergibt den Kästner-Preis seit 1994. Die Preisträger spenden das Geld für künstlerische, kulturelle oder karitative Projekte. Erster Preisträger war Ignatz Bubis, der frühere Vorsitzende des Zentralrates der Juden in Deutschland. Auch Persönlichkeiten wie die Herausgeberin Marion Gräfin Dönhoff, der ehemalige Bundespräsident Richard von Weizsäcker, Ex-Außenminister Hans-Dietrich Genscher und der Kabarettist Dieter Hildebrandt erhielten die Ehrung.

Lädt
Anmelden oder registrieren

Zum Login
Zu meinen Themen hinzufügen

Hinzufügen
Sie haben bereits von 15 Themen gewählt

Bearbeiten
Sie verfolgen dieses Thema bereits

Entfernen
Um "Meine AZ" nutzen zu können, müssen Sie der Datenspeicherung zustimmen.

Zustimmen
Teilen 0  Kommentare – hier diskutieren Artikel empfehlen
0 Kommentare
Artikel kommentieren