"Schuld und Sühne?" Ausstellung zu NS-Verbrechen

Coburg (dpa/lby) - Wie wurden nach dem Zweiten Weltkrieg die NS-Verbrecher bestraft - wenn sie überhaupt bestraft wurden? Mit dieser Frage beschäftigt sich eine Ausstellung, die an diesem Dienstag 18 Uhr im Staatsarchiv Coburg eröffnet wird.
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Ein Foto von Franz Schwede und sein Buch "Kampf um Coburg" in der Ausstellung "Schuld und Sühne?". Foto: Staatsarchiv Coburg
dpa Ein Foto von Franz Schwede und sein Buch "Kampf um Coburg" in der Ausstellung "Schuld und Sühne?". Foto: Staatsarchiv Coburg

Coburg (dpa/lby) - Wie wurden nach dem Zweiten Weltkrieg die NS-Verbrecher bestraft - wenn sie überhaupt bestraft wurden? Mit dieser Frage beschäftigt sich eine Ausstellung, die an diesem Dienstag 18 Uhr im Staatsarchiv Coburg eröffnet wird. "Schuld und Sühne? Der Nationalsozialismus vor Gericht" dreht sich um die juristische Aufarbeitung der NS-Verbrechen und zeigt Zeugenaussagen, Ermittlungsakten sowie Fotos und andere Gerichtsunterlagen.

Die Ausstellung will einen Einblick in die Verfahrensabläufe geben und wichtige Prozesse vorstellen. Im Mittelpunkt stehen dabei die Verbrechen im Konzentrationslager Dachau, in dem zwischen 1933 und 1945 geschätzt 30 000 bis 40 000 Menschen starben. Auch die Nürnberger Prozesse gegen die Hauptkriegsverbrecher zwischen 1945 und 1946 sind ein Thema.

Erarbeitet wurde die Ausstellung im Staatsarchiv München. Dort war sie 2014 zu sehen - seitdem zieht sie durch Bayern, machte zuletzt Halt in Landshut. Im oberfränkischen Coburg hat der Leiter des dortigen Staatsarchivs, Alexander Wolz, das Material um regionale Aspekte ergänzt. So untersucht ein Abschnitt anhand von Ermittlungsakten der Staatsanwaltschaft Coburg die juristische Aufarbeitung der Gewalttaten in der Region.

Dazu zählt der Prozess gegen den nationalsozialistischen Politiker Franz Schwede, der 1933 Oberbürgermeister von Coburg und 1934 Gauleiter der NSDAP in Pommern wurde. Das Landgericht Coburg verurteilte ihn 1951 zu zehn Jahren Gefängnis.

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