60.000 Euro: Familie erhält nach Busunglück bei Dachau viel Unterstützung

Ein Kind zu verlieren, ist das Schlimmste, was Eltern passieren kann. Eine Familie im Landkreis Dachau muss dieses Schicksal gerade durchmachen: Bei dem schweren Unfall am 10. Juni mit zwei Bussen bei Hebertshausen/ Haimhausen kam ein kleiner Bub (7) ums Leben. Er war zusammen mit seiner Grundschulklasse auf einem Schulausflug.
Ein unglaublicher Schock. Wenige Tage später hat die Dorfgemeinschaft von Haimhausen eine Spendenaktion für die Hinterbliebenen gestartet. Mit der Überschrift: "Spendenaktion zur Unterstützung von Theodors Familie".
In dem Aufruf bei Gofundme heißt es: "Mit großer Trauer und tiefem Mitgefühl wenden wir uns heute an euch. Das tragische Busunglück bei Hebertshausen/Haimhausen hat eine Familie aus unserer Nachbarschaft schwer getroffen." Und: "Die Eltern und die beiden Geschwister stehen vor einer unvorstellbar schweren Zeit."
Spendenaktion für die Familie des Buben
Man wolle die Familie unterstützen und ihr zur Seite stehen. "Mit diesem Spendenaufruf möchten wir, in Abstimmung mit der Familie, dazu beitragen, sie finanziell zu entlasten. So können sie sich in der vor ihnen liegenden Zeit auf das konzentrieren kann, was am wichtigsten ist: Abschied zu nehmen, zu trauern und füreinander da zu sein."

Bis Sonntag (28. Juni) sind rund 60.000 Euro für die Familie zusammengekommen. Unter dem Aufruf schreiben die Organisatorinnen: "Wir möchten uns von Herzen für die überwältigende Anteilnahme und die große Spendenbereitschaft bedanken. Mit einem derartigen Zuspruch haben wir nicht gerechnet. Er zeigt uns jedoch den großartigen Zusammenhalt in unserer Gemeinde und darüber hinaus."
Deswegen kann man nicht mehr spenden
Um der Familie "nun die notwendige Ruhe zu ermöglichen und auch das mediale Interesse etwas abzuschirmen", werde die Spendenaktion beendet, heißt es in einem Update.
Mittlerweile ist dort zu lesen, dass die Annahme von Spenden ausgesetzt wurde. Eine AZ-Anfrage an die Organisatorin des Aufrufs blieb unbeantwortet.
"Musste es wirklich so weit kommen?"
Schon unter einem Social-Media-Post von Dachaus Landrat Stefan Löwl hatten viele Menschen ihr Beileid ausgedrückt. Aber auch Sorgen.

Eine Frau schrieb zum Beispiel: "Wir sind Anwohner und kämpfen seit Jahren dafür, dass sich an diesem Straßenabschnitt/Brücke/Kurve etwas ändert. Musste es wirklich so weit kommen? Ich bin sehr betroffen. Mein herzliches Beileid und viel Kraft den Familien."
Eine Lehrerin und zwei weitere Kinder waren bei dem Unfall schwer verletzt worden, zwei weitere Kinder erlitten mittelschwere Verletzungen. 26 Kinder und die beiden Busfahrer waren nach dem Unfall leicht verletzt.