Schülerverkehr in Gefahr: Bayerns Busbranche warnt vor Unterfinanzierung

Ohne Bus geht auf dem Land oft gar nichts. Vielerorts ist er das einzige Verkehrsmittel. Die Busbranche sieht sich aber in Bedrängnis. Das sind die Gründe.
AZ/dpa |
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2  Kommentare
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Gerade auf dem Land sind Busse eines der wichtigsten öffentlichen Verkehrsmittel. (Archivbild)
Gerade auf dem Land sind Busse eines der wichtigsten öffentlichen Verkehrsmittel. (Archivbild) © Angelika Warmuth//dpa

Zwiesel - Bayerische Busunternehmen fordern vom Freistaat Bayern eine verlässliche und langfristige Finanzierungszusage. Betrieben falle es zunehmend schwer, ihre vertraglichen Verpflichtungen im öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) und im Schülerverkehr zu 100 Prozent sicherzustellen, teilte der Landesverband Bayerischer Omnibusunternehmen (LBO) mit. Dabei sei der Bus gerade im ländlichen Raum wie Ostbayern ein unverzichtbares Verkehrsmittel. 

4.000 Busfahrer fehlen

Als Gründe nannte LBO-Geschäftsführer Stephan Rabl eine dramatische Unterfinanzierung des ÖPNV und nicht kostendeckende Verkehrsverträge. Zudem fehlten bayernweit rund 4.000 Busfahrerinnen und Busfahrer. Der Verband tritt deshalb unter anderem auch für auskömmliche und mittelstandsfreundliche Verträge ein, den Abbau der Bürokratie sowie eine Reform des Führerscheinrechts.

Ähnlich äußerte sich Franz Löffler (CSU), Landrat von Cham und Vorsitzender des Ausschusses für Wirtschaft und Verkehr beim Bayerischen Landkreistag. "Die Herausforderungen vieler Landkreise zur Finanzierung des ÖPNV sind enorm", betonte Löffler. "Bund und Land müssen endlich handeln und eine zukunftsfähige Finanzierungsgrundlage auf die Beine stellen."

Zuvor hatten sich Busunternehmen aus Niederbayern und der Oberpfalz in Zwiesel getroffen. Allein in Ostbayern gibt es laut LBO rund 220 mittelständische Betriebe.

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  • Mobilitätsfreund vor einer Stunde / Bewertung:

    Das Geld für den ÖPNV geht in den bayerischen Straßenneubau.
    Es wäre genügend Geld vorhanden. Nur bekommt es eben die Autolobby.

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  • Witwe Bolte vor 16 Minuten / Bewertung:
    Antwort auf Kommentar von Mobilitätsfreund

    Es fehlen zudem 4000 Busfahrer. Woher nehmen?
    Und dann immer das Gejammere der Landbewohner. Im günstig erworbenen oder gemieteten geräumigen, eigenen Häuschen mit Garten wohnen in ruhiger Umgebung und guter Luft und jammern über schlechten ÖPNV. Man kann halt nicht alles haben.
    Wir hier in der Stadt zahlen deftige Mieten, wohnen oft in Käfighaltung mit lautem Umfeld. ETW od. Häuschen unfinanzierbar. Dafür optimalen ÖPNV und Infrastruktur vor der Haustüre.
    So hat jeder seine Sorgen.

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