Schüleraustausch in Bayern geht zurück

München (dpa/lby) - Immer weniger Jugendliche in Bayern nehmen an einem Schüleraustausch mit Schulen im Ausland teil. Seit Jahren gebe es hier einen Rückgang, sagte der europapolitische Sprecher der SPD-Fraktion, Markus Rinderspacher, am Freitag in München.
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Der SPD-Fraktionsvorsitzender im bayerischen Landtag, Markus Rinderspacher, spricht während der Plenarsitzung im bayerischen Landtag. Foto: Peter Kneffel/Archivbild
dpa Der SPD-Fraktionsvorsitzender im bayerischen Landtag, Markus Rinderspacher, spricht während der Plenarsitzung im bayerischen Landtag. Foto: Peter Kneffel/Archivbild

München (dpa/lby) - Immer weniger Jugendliche in Bayern nehmen an einem Schüleraustausch mit Schulen im Ausland teil. Seit Jahren gebe es hier einen Rückgang, sagte der europapolitische Sprecher der SPD-Fraktion, Markus Rinderspacher, am Freitag in München. Wie eine parlamentarische Anfrage ergab, waren im Schuljahr 2017/2018 genau 30 459 Schüler mit einem Austausch im Ausland. Das sei ein Rückgang von 6,35 Prozent innerhalb von zwei Jahren, erklärte Rinderspacher. Zudem gebe es immer weniger Schulpartnerschaften. Er forderte mehr Anstrengungen der Staatsregierung, um den Austausch zu stärken.

"Bei Gastfamilien zu sein und an einer ausländischen Schule zu lernen, baut Vorurteile ab, stärkt die Persönlichkeit und das europäische Wertebewusstsein", sagte der SPD-Politiker. Es sollte deshalb die Regel sein, dass jeder Schüler einmal während seiner Schulzeit an einem Austausch teilnehme. 18 582 Schüler fuhren im Schuljahr 2017/2018 nach Frankreich, 6623 nach Italien und 4782 nach England. Auch Spanien werde immer interessanter.

Warum es mit dem Austausch schwieriger wird, liegt nach Ansicht der Initiative Austausch macht Schule am Lehrermangel und an übervollen Lehrplänen. Oft könne es sich eine Schule schlicht nicht leisten, zwei Lehrkräfte für eine Woche Schüleraustausch abzustellen. Zudem müssten viele Lehrer draufzahlen, etwa für die Unterkunft. Hier soll es eine Neugestaltung geben. Der Regierungsentwurf zum Doppelhaushalt 2019/2020 sehe dafür in diesem Jahr 0,5 Millionen Euro vor und für 2020 2,2 Millionen Euro. Mittelkürzungen seien nicht beabsichtigt.

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