Schönheits-Kur für hässlichste Ecke der Altstadt

Karl-Grillenberger- Straße/Ecke Mohrengasse soll für 660.000 Euro komplett neu gestaltet werden. Parkhaus bekommt eine eigene Zufahrt – und der dümmste Kreisverkehr Nürnbergs verschwindet.
| Abendzeitung
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Einer der hässlichsten Plätze der Altstadt: Wenn die Karl-Grillenberger-Straße (vorn) und die Mohrengasse (hinten) neu gestaltet werden, verschwindet der ungeliebte Kreisverkehr.
Berny Meyer Einer der hässlichsten Plätze der Altstadt: Wenn die Karl-Grillenberger-Straße (vorn) und die Mohrengasse (hinten) neu gestaltet werden, verschwindet der ungeliebte Kreisverkehr.

Karl-Grillenberger- Straße/Ecke Mohrengasse soll für 660.000 Euro komplett neu gestaltet werden. Parkhaus bekommt eine eigene Zufahrt – und der dümmste Kreisverkehr Nürnbergs verschwindet.

NÜRNBERG Eine der hässlichsten Ecken der Nürnberger Altstadt bekommt eine Schönheits-Kur: Der Kreuzungs-Bereich Karl-Grillenberger Straße/Ecke Mohrengasse in St. Sebald soll genauso historisch gestaltet werden wie der benachbarte Unschlittplatz. Was die Autofahrer freuen dürfte: Der dümmste Kreisverkehr Nürnbergs verschwindet dabei...

„Dieser westliche Altstadtzugang leidet schon seit langem unter gestalterischen und verkehrlichen Missständen“, sagt Baureferent Wolfgang Baumann. Besonders der Übergang vom Anfang der Neunzigerer Jahre gestalteten Unschlittplatz lässt den Platz wie ein hässliches Entlein erscheinen.

Klar ist: Beide Straßen sind in einem erbärmlichen Zustand und müssen dringend erneuert werden. Baureferent Baumann will das nutzen, um den gesamten Bereich neu zu gestalten: Das Parkhaus Wöhrl (441 Plätze), dessen Zu- und Abfahrt öfter zu Staus führen, bekommt eine eigene Zufahrt von der Karl-Grillenberger-Straße.

Der stark befahrene Abschnitt der Karl-Grillenberger-Straße zwischen Kappengasse und Mohrengasse, die Mohrengasse selbst sowie die Verbindungskurve der beiden Straßen (6000 Autos pro Tag) bekommen eine Asphalt-Decke, um den Verkehrslärm zu reduzieren.

Der Abschnitt zwischen Mohrengasse und Unschlittplatz indes wird auf sechs Meter verengt, bekommt Parkbuchten und wird genauso gepflastert wie der Unschlittplatz. Durch dichte Verfugung des Pflasters soll auch dieser Abschnitt deutlich leiser werden als das bestehende Flickwerk aus vielen verschiedenen Fahrbahnbelägen. Außerdem sollen neun Bäume gepflanzt werden. Was die Anwohner weniger freuen wird: Es gehen wieder ein paar Parkplätze in der Altstadt verloren.

Die Kosten der Baumaßnahme werden auf rund 660.000 Euro geschätzt. Rund 185.000 Euro davon werden nach dem Kommunalabgaben-Gesetz auf die Anlieger umgelegt. Die Firma Tetris, Eigentümerin des Wöhrl-Parkhauses, hat angekündigt, sich mit 150.000 Euro an den Kosten zu beteiligen. Der fünfmonatige Umbau soll im April 2009 beginnen.

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