Schockanruf: 19-Jähriger bei Übergabe festgenommen

Eine angebliche Ärztin erzählt einer Seniorin von einem Unfall ihrer Tochter und fordert Geld für eine Behandlung. Bei der geplanten Übergabe wartet bereits die Polizei.
dpa |
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Die Polizei hat in Regensburg einen Mann bei der geplanten Übergabe von Bargeld und Schmuck nach einem sogenannten Schockanruf festgenommen. (Symbolbild)
Die Polizei hat in Regensburg einen Mann bei der geplanten Übergabe von Bargeld und Schmuck nach einem sogenannten Schockanruf festgenommen. (Symbolbild) © Sven Hoppe/dpa
Regensburg

Mit der erfundenen Geschichte von einer drohenden Beinamputation haben Betrüger versucht, eine Seniorin in Regensburg um Bargeld und Schmuck zu bringen. Bei der geplanten Übergabe nahm die Polizei einen 19-Jährigen fest. 

Die Seniorin hatte den Anruf von einer Frau erhalten, die sich als leitende Oberärztin einer Universitätsklinik ausgab, wie es in einer Mitteilung der Polizei hieß. Sie behauptete den Angaben zufolge, die Tochter der Seniorin habe einen schweren Unfall erlitten und müsse wegen ihrer Verletzungen vermutlich ein Bein amputiert bekommen.

Polizei verständigt

Als Alternative habe die angebliche Ärztin eine kostspielige Behandlung mit einem Medikament aus der Schweiz ins Spiel gebracht. Die Anruferin brachte die Seniorin laut Polizei dazu, Bargeld und Schmuck für einen angekündigten Abholer in eine Tasche zu packen.

Während das Telefonat noch lief, wurde die Polizei verständigt. Ein weiterer Beteiligter, der bei dem Gespräch anwesend war, informierte die Beamten über den Betrugsversuch. Einsatzkräfte warteten daraufhin am vereinbarten Übergabeort auf den Geldboten.

Nach längerer Wartezeit erschien dort laut Polizei der 19-Jährige. Die Beamten nahmen ihn vorläufig fest. Auf Antrag der Staatsanwaltschaft Regensburg wurde der Tatverdächtige einem Ermittlungsrichter am Amtsgericht Regensburg vorgeführt. Dieser erließ Haftbefehl. Der Mann kam in eine Justizvollzugsanstalt.

Hinweis: Diese Meldung ist Teil eines automatisierten Angebots der nach strengen journalistischen Regeln arbeitenden Deutschen Presse-Agentur (dpa). Sie wird von der AZ-Onlineredaktion nicht bearbeitet oder geprüft. Fragen und Hinweise bitte an feedback@az-muenchen.de

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