Unfälle und Schulausfälle bei Neuschnee in Bayern

Schneefälle sorgen in Franken für Behinderungen. Die Schüler freut es, die Autofahrer weniger. Was die Polizei dazu sagt und wo es besonders heftig ist.
dpa |
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Vielerorts hatten die Räumdienste gut zu tun.
Vielerorts hatten die Räumdienste gut zu tun. © Stefan Puchner/dpa
Nürnberg

Starke Schneefälle haben den Start in die neue Woche vielerorts durcheinandergewirbelt. Auf schnee- und eisglatten Straßen verunglückten vor allem in Franken zahlreiche Menschen. Die Polizei meldete einige Verletzte. Überwiegend blieb es bei Blechschäden. Lastwagen blieben hängen oder rutschten über die Straßen. 

An vielen Schulen vor allem im Norden Bayerns entfiel der Präsenzunterricht. Bahnreisende mussten sich auf Einschränkungen einstellen, in einigen Städten fiel der öffentliche Nahverkehr aus. An den Flughäfen Nürnberg und München gab es zunächst keine wetterbedingten Probleme.

Verschneite und vereiste Straßen

In Mittelfranken wurden bei Glätteunfällen nach bisherigen Erkenntnissen neun Menschen leicht verletzt. Bei Herzogenaurach geriet ein Auto in den Gegenverkehr und stieß mit einem anderen Wagen zusammen, drei Menschen wurden verletzt. 

Auf der A6 rutschte ein Lastwagen in eine Böschung und kippte um. Auf der A9 zwischen Nürnberg-Ost und dem Autobahndreieck Feucht überschlug sich ein Autofahrer mit seinem Wagen. In Happurg kam ein Wagen von der Straße ab und rutschte in den Vorgarten einer Kirche. 

Die Deutsche Bahn meldete für den Raum Nürnberg witterungsbedingte Verspätungen und Ausfälle im S-Bahn-Verkehr. Die Würzburger Versorgungs- und Verkehrs-GmbH stellte am Morgen den öffentlichen Nahverkehr in der Mainstadt ein. In Erlangen fuhren zunächst keine Stadtbusse. 

Räumfahrzeuge kommen nicht durch

In Unterfranken kam es vor allem auf der A3 zwischen Helmstadt und Wertheim zu Unfällen. Mehrfach standen Autos oder Lastwagen quer, der Verkehr stockte. Teilweise kamen auch Räumfahrzeuge nicht mehr durch, wie ein Polizeisprecher sagte. Auf der A3 blieben Lastwagen zudem in beiden Fahrtrichtungen wegen der Steigungen und Gefälle stecken. 

Zwischen Altdorf und Oberölsbach in der Oberpfalz rutschte ein Lastwagen in eine Leitplanke. 

Leergut-Laster kommt ins Rutschen

In Oberfranken wurde in der Nacht die A72 bei Hof teilweise gesperrt. Zwischen den Anschlussstellen Hof-Töpen und Hof-Nord war die Fahrbahn in Richtung A9 blockiert, nachdem ein mit Leergut beladener Lastwagen auf schneeglatter Fahrbahn ins Rutschen geraten war. Ein nachfolgender Lkw fuhr auf. Beide Fahrer wurden verletzt. Trümmer und Ladung blockierten die Fahrbahn. Die Polizei hofft darauf, die Lastwagen am Vormittag zu bergen. Eine Sprecherin der Polizei Oberfranken sprach von einem regelrechten Schneechaos in der Region. 

Auch im Großraum München registrierte die Polizei mehrere Unfälle. Auf der A8 rund um Fürstenfeldbruck wurden mindestens vier Unfälle gezählt. Auf der A99 zwischen der Anschlussstelle Ludwigsfeld und dem Autobahndreieck München-Südwest sowie auf der A96 ereigneten sich weitere Unfälle. Auch in der Oberpfalz gab es wetterbedingte Unfälle. 

Kein Präsenzunterricht an vielen Schulen

Nach starken Schneefällen vor allem in Franken fiel an vielen Schulen der Präsenzunterricht aus. Die Behörden begründeten die Entscheidung mit nicht sicheren Schulwegen und anhaltenden winterlichen Witterungsverhältnissen.

Betroffen waren unter anderem Stadt und Landkreis Würzburg, Stadt und Landkreis Schweinfurt, Stadt und Landkreis Aschaffenburg, Stadt und Landkreis Fürth, Stadt und Landkreis Forchheim sowie Stadt und Landkreis Ansbach. Auch in den Landkreisen Miltenberg, Main-Spessart, Kitzingen, Haßberge, Roth, Nürnberger Land, Erlangen-Höchstadt, Neustadt an der Aisch-Bad Windsheim, Weißenburg-Gunzenhausen, Bad Kissingen und Rhön-Grabfeld dürfen die Schülerinnen und Schüler zu Hause bleiben. Dies galt ebenso in den Städten Schwabach, Erlangen und Nürnberg, teils auch in Bamberg und im Landkreis Bamberg. 

Unterricht findet teils online statt

In vielen Fällen wurden Notbetreuungen eingerichtet. Kein Präsenzunterricht bedeutet allerdings nicht unbedingt, dass der Unterricht ausfällt. Die Schulleitungen entscheiden eigenständig, ob der Unterricht etwa per Videokonferenz erfolgt oder Arbeitsblätter zu bearbeiten sind. In Forchheim durften sich die Kinder des Herder-Gymnasiums freuen - hier gab es auch keinen Distanzunterricht. 

Nach dem Neuschnee in der Nacht erwartet der Deutsche Wetterdienst für Bayern in den kommenden Tagen etwas mildere Temperaturen und wechselhaftes Wetter.

Hinweis: Diese Meldung ist Teil eines automatisierten Angebots der nach strengen journalistischen Regeln arbeitenden Deutschen Presse-Agentur (dpa). Sie wird von der AZ-Onlineredaktion nicht bearbeitet oder geprüft. Fragen und Hinweise bitte an feedback@az-muenchen.de

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