Schmetterlingsexperten vollenden Kompendium

Chemnitz (dpa/sn) - Sechs Bände, mehr als 3600 Seiten und Tausende Abbildungen: Gemeinsam mit einem internationalen Forscherteam um den Biologen Axel Hausmann von der Zoologischen Staatssammlung München hat der Chemnitzer Schmetterlingsexperte Sven Erlacher ein Kompendium der europäischen Spannerarten fertiggestellt. 25 Jahre lang haben die Wissenschaftler aus Deutschland, Dänemark, Finnland, Russland und Estland das Grundlagenwerk für die zweitgrößte Schmetterlingsfamilie in Europa zusammengestellt.
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Der Biologe Sven Erlacher, Schmetterlingsexperte aus Chemnitz. Foto: Sebastian Willnow/Archivbild
dpa Der Biologe Sven Erlacher, Schmetterlingsexperte aus Chemnitz. Foto: Sebastian Willnow/Archivbild

Chemnitz (dpa/sn) - Sechs Bände, mehr als 3600 Seiten und Tausende Abbildungen: Gemeinsam mit einem internationalen Forscherteam um den Biologen Axel Hausmann von der Zoologischen Staatssammlung München hat der Chemnitzer Schmetterlingsexperte Sven Erlacher ein Kompendium der europäischen Spannerarten fertiggestellt. 25 Jahre lang haben die Wissenschaftler aus Deutschland, Dänemark, Finnland, Russland und Estland das Grundlagenwerk für die zweitgrößte Schmetterlingsfamilie in Europa zusammengestellt. Der sechste Band ist kürzlich auf dem Europäischen Kongress für Schmetterlingskunde im süditalienischen Campobasso vorgestellt worden.

In dem Nachschlagewerk werden die äußere Erscheinung, Verbreitung, Ökologie, Verwandtschaftsbeziehungen und Lebensweise der 999 Spanner-Arten in Europa dokumentiert. Bei der Erfassung der Nachtfalter wurden modernste Methoden angewendet wie zum Beispiel das sogenannte DNA Barcoding für eine genetische Identifikation. Nach Angaben der Autoren sind bereits für 99 Prozent aller europäischen Spannerfalterarten derartige DNA Barcodes erstellt worden.

Mit dem Kompendium sei man erstmals in der Lage, überall in Europa die Arten dieser Tiergruppe bestimmen zu können, sagte Sven Erlacher der Deutschen Presse-Agentur. "Das ist ein Meilenstein auf dem Weg zur Erforschung der Biodiversität und damit auch für den Artenschutz." Der Insektenkundler und Kurator des Chemnitzer Naturkundemuseums hatte in den vergangenen Jahren selbst fünf Spannerarten entdeckt.

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