Schluss mit Pauken: Bayerns Schüler starten in Sommerferien

Für Bayerns Schüler beginnen die Sommerferien heuer etwas anders als sonst: Zeugnisvergabe und Ferienreisen stehen ganz im Zeichen der Corona-Einschränkungen.
| dpa
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In einem leeren Unterrichtsraum stehen die Stühle auf den Tischen. Foto: Patrick Pleul/dpa-Zentralbild/dpa/Symbolbild
dpa In einem leeren Unterrichtsraum stehen die Stühle auf den Tischen. Foto: Patrick Pleul/dpa-Zentralbild/dpa/Symbolbild

München (dpa/lby) - Nach einem wegen der Corona-Pandemie außergewöhnlichen Schuljahr sind etwa 1,65 Millionen Schüler in Bayern am Freitag in die Sommerferien gestartet. Die Zeugnisausgabe zum Ende des Schuljahres verlief heuer anders als sonst und auf Straßen und Flughäfen blieb es zum Ferienstart leerer als in den Vorjahren. Bayerns Urlaubsregionen stellen sich derweil auf viele Kurzentschlossene ein, die coronabedingt ihren Urlaub "dahoam" verbringen wollen. Eine Übersicht:

ZEUGNISAUSGABE: Nach Angaben des Bayerischen Lehrer- und Lehrerinnenverbandes (BLLV) und des Kultusministeriums liefen die Zeugnisausgaben an den Schulen unterschiedlich ab: Um die Abstandsregelungen einzuhalten, seien die Zeugnisse teils gestaffelt an kleinere Schülergruppen verteilt oder im Freien überreicht worden. "Ein Schuljahr wie dieses, das so ganz anders war, braucht trotzdem einen Abschluss. Deshalb war der heutige Tag wichtig: Man hat trotzdem sein Zeugnis bekommen und dieses Gefühl "jetzt sind Ferien"", sagte BLLV-Präsidentin Simone Fleischmann.

STAUS: Der ADAC rechnet am ersten Ferienwochenende mit typischen Stauschwerpunkten auf diversen Autobahnen wie der A8, der A9 und der A95 sowie auch auf kleineren Nebenstraßen und Zufahrten zu den bayerischen Urlaubsgebieten. Am Freitagnachmittag gab es zunächst landesweit einige kürzere Staus - hier kamen mutmaßlich Urlauber und Wochenendpendler auf den Straßen zusammen, sagte ein Sprecher. Insgesamt sei aber für das gesamte Wochenende wesentlich weniger Verkehr als in den Vorjahren zu erwarten.

FLUGHÄFEN: Auch an den Flughäfen München und Nürnberg wird es trotz Ferienbeginns in den nächsten Tagen nur einen Bruchteil der sonst üblichen Flugverbindungen geben. Am Freitag waren in München insgesamt etwa 340 Flugbewegungen geplant, sagte ein Flughafensprecher am Nachmittag - im Vorjahr seien es zu Ferienbeginn knapp 1100 an einem Tag gewesen.

BAHNREISEN: Pünktlich zum Ferienbeginn können Bahnreisende aus dem Freistaat wieder nach Regelfahrplan über den Brenner nach Italien fahren. Ab sofort fahren wieder fünfmal täglich Reisezüge von München über Innsbruck und Südtirol nach Verona, Venedig oder Rimini. Der Übergang am Brenner war wegen der coronabedingten Grenzschließungen für Reisezüge zwischenzeitig wochenlang gesperrt. Reiselustigen empfiehlt die Bahn, frühzeitig Tickets und Reservierungen zu buchen.

URLAUB "DAHOAM": Bayerns typische Ausflugs- und Urlaubsregionen rechnen mit zahlreichen Besuchern - den Tourismusverbänden Franken, Allgäu und Oberbayern zufolge werden besonders viele Tagesausflügler erwartet. Vor allem in den städtischen Bereichen gebe es aber noch reichlich Kapazitäten für kurzentschlossene Übernachtungsgäste.

Markus Pillmayer, Tourismus-Professor an der Hochschule München, appellierte an das Verantwortungsgefühl sowohl von Gastronomen als auch von Touristen und warb für die weiterhin konsequente Umsetzung der Infektionsschutzmaßnahmen. "Gegenseitige Rücksichtnahme und Vorsicht muss das oberste Primat sein. Solche Bilder wie aus Mallorca möchte ich in Bayern nicht haben - aber das kann ich mir auch nicht vorstellen."

Zwar könne es an einigen besonders beliebten Zielen wie etwa dem Walchensee oder dem Tegernsee punktuell zu bestimmten Stoßzeiten Überfüllungen geben. Als Overtourism sei die aktuelle Buchungslage in Bayern aber nicht zu bezeichnen, betonte Pillmayer.

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