Schlaue Köpfe: Auszeichnung für Bayerns jüngste Erfinder

Feinstaub, E-Scooter und Zug-Unfälle: Bayerns Nachwuchstüftler haben sich beim Wettbewerb «Schüler experimentieren» mit spannenden Fragen befasst. Nun stehen die Gewinner fest.
| dpa
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Anton Oberle (l.) und Luis Barfuß von der Realschule Zirndorf zeigen ihre Forschungsergebnisse. Foto: Armin Weigel
dpa Anton Oberle (l.) und Luis Barfuß von der Realschule Zirndorf zeigen ihre Forschungsergebnisse. Foto: Armin Weigel

Dingolfing (dpa/lby) - Ein Algorithmus für das Spiel "Schiffe versenken", ein Projekt zu Feinstaubalarm und eine Fußorthese mit Belastungserkennung haben beim Landeswettbewerb "Schüler experimentieren" die Preise abgeräumt. Zwei Tage lang präsentierten Bayerns Nachwuchsforscher ihre Arbeiten im niederbayerischen Dingolfing. Am Freitag wurden die besten Projekte ausgezeichnet. Insgesamt hatten sich fast 100 Mädchen und Buben an dem Wettbewerb unter dem Motto "Frag nicht mich! Frag Dich" beteiligt.

Gekürt wurden Arbeiten in den Fachgebieten Arbeitswelt, Biologie, Chemie, Geo- und Raumwissenschaften, Physik, Mathematik und Informatik sowie Technik. Der Wettbewerb "Schüler experimentieren" ist die Juniorsparte von "Jugend forscht".

Zu den Gratulanten bei der Feierstunde im BMW-Werk gehörte auch Kultusminister Michael Piazolo (Freie Wähler). "In euren Projekten steckt enormes naturwissenschaftliches Wissen, aber genauso viel Herzblut und Kreativität", sagte der Minister. Die Erfolge der Nachwuchsforscher seien auch Ergebnis der gezielten Förderung der MINT-Fächer.

Die Gewinner des jeweils 1. Preises sind Jan Heckel (14) aus München, Natalie Teplitska (13) aus Nürnberg, Viktoria Köppl (12) aus Burglengenfeld, Fabian Gärtig (12) und Jonas Gärtig (10) aus Bamberg, Patricia Tan und Samuel Meyer (beide 14) aus Ingolstadt, Fenja Niedzwiedz (14) aus Erding sowie Timm Wesselath (15) aus Deggendorf.

Unter den Projekten waren viele mit Praxisbezug: Roman Posselt von der Walther-Rathenau-Realschule Schweinfurt hat einen E-Scooter gebaut. Das Gefährt zum Klappen kann maximal 20 Stundenkilometer fahren und hat eine Reichweite von 35 Kilometern. Es ist mit Licht und einem Bordcomputer ausgestattet. Der Roller könnte in Deutschland eine Zulassung erhalten, sagt der 14-Jährige. "Mein E-Scooter scheint alle Auflagen des Gesetzgebers zu erfüllen."

Weil dem elfjährigen Leon Braunegger im Schullandheim das Marmeladenbrot aus der Hand gefallen ist, fragte er sich, warum es mit der Marmeladenseite auf den Tisch fällt. Gemeinsam mit Mitschülerin Emma Heck berechnete er, welche Rolle dabei die Höhe des Tisches und die Fluggeschwindigkeit spielen. Für ihr Projekt entwickelten die Schüler vom Welfen-Gymnasium Schongau einen Roboter.

Die jüngsten Teilnehmer waren Bastian Drexler und Hannes Bayer (beide 9) von der Grundschule Effeltrich im Landkreis Forchheim, die sich mit Kevin Häfner (11) mit dem Thema Eisenbahnüberwachung befassten. "Bei uns sind viele Unfälle mit Zügen passiert, das soll damit verhindert werden", sagte Hannes. Mit Minicomputern stellen sie die Position eines Zuges fest und lassen diese via Lichtschranken auf einer Karte aufleuchten. Zudem berechnen sie, ob sich ein Fahrzeug auf der Schiene befindet.

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