Schee am See: Vier idyllische Herbst-Ausflugsziele in Oberbayern

Bei den milden Temperaturen zieht es viele noch einmal an die oberbayerischen Seen. Welche Ziele sich besonders im Herbst anbieten.
Anne Hund |
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Vorfreude auf den Herbst, wenn sich die Blätter wieder rötlich färben. Besonders idyllisch: die Bucht "Pauls Ruh" auf der Herreninsel.
Vorfreude auf den Herbst, wenn sich die Blätter wieder rötlich färben. Besonders idyllisch: die Bucht "Pauls Ruh" auf der Herreninsel. © Chiemsee-Alpenland Tourismus

Lust auf einen Ausflug? Wer für die kommenden Tage nach einem schönen Ziel an der frischen Luft sucht, kann das Ganze mit ein wenig Kultur und Genuss verbinden. Bei den (noch) milden Temperaturen zieht es gewiss viele noch einmal in Richtung der oberbayerischen Seen. Schön, wenn es entlang des Spazierwegs hier oder dort noch blüht, während sich die Blätter an den Bäumen so langsam herbstlich zu verfärben beginnen.

Die AZ stellt vier idyllische Ausflüge vor, die perfekt in die Jahreszeit passen: von den angenehmen, spätsommerlichen Temperaturen bis zu den ersten, auch mal kühleren Herbsttagen. Und mit etwas Glück vom Wettergott genießt man obendrauf ein traumhaftes Alpenpanorama.

Spazierweg zu den Sehenswürdigkeiten der Fraueninsel

Wie wäre es mit einem Spaziergang auf der Fraueninsel, wo es etwa im Klostergarten noch schön blüht? Gut zu wissen: Die Fraueninsel (wie auch die Herreninsel) ist ganzjährig mit den Ausflugsschiffen erreichbar. Rund eine halbe Stunde Gehzeit benötigt man für diesen vom "Chiemsee-Alpenland Tourismus" empfohlenen Spaziergang: Von der Anlegestelle aus führt der Weg zunächst am Kloster Frauenwörth vorbei, das Touristen zumindest von außen bestaunen können. Empfohlen wird zudem ein Besuch des Klosterladens, wo es "von den Nonnen selbst hergestelltes Marzipan und hausgebackene Lebkuchen" zu kaufen gibt. Öffnungszeiten: montags bis samstags von 10.15 bis 17.45 Uhr sowie sonntags von 13 bis 17 Uhr.

Der Klostergarten auf der Fraueninsel mit dem Glockenturm.
Der Klostergarten auf der Fraueninsel mit dem Glockenturm. © Chiemsee-Alpenland Tourismus

Am Ende der Klostermauer geht es weiter zum Münster Frauenwörth, "eine dreischiffige Basilika, deren wuchtiger Glockenturm, der sogenannte Campanile, das Wahrzeichen des Chiemgaus ist". Gegenüber liegt die Karolingische Torhalle, "das älteste Gebäude der Insel aus dem Jahr 782". Durch das Fischerdorf und am Ufer entlang spaziert man nun vorbei an den kleinen Läden mit viel Kunst – und kann zum Beispiel bei der Inseltöpferei einen Zwischenstopp einlegen. Die Route führt auch an den Läden der sechs Fischerfamilien vorbei. Der Spazierweg endet wieder am Schiffsanleger, wo man etwa im Klosterwirt gemütlich einkehren kann.

Anreise-Tipp: Wer mit dem Auto etwa von München aus kommt, kann am Schiffsanleger in Prien/Stock beziehungsweise in Gstadt am Chiemsee parken. In Gstadt gibt es (wenige Gehminuten vom Schiffsanleger entfernt) zudem den "Parkplatz zum See und Überfahrt zu den Inseln" und den "Parkplatz am Dorfplatz".
Vom Bahnhof Prien erreicht man den Hafen zu Fuß, mit dem Bus 481 oder von freitags bis sonntags mit der historischen Chiemsee-Bahn. Tickets für die Schifffahrt gibt es am Anleger. Ab Prien (über die Herreninsel zur Fraueninsel) bezahlen Erwachsene regulär 13,40 Euro, ab Gstadt (direkt zur Fraueninsel) 8,70 Euro.

Rund um die Herreninsel

Wer lieber einen gut zweistündigen Spaziergang unternehmen will, findet mit der Herreninsel das perfekte Ausflugsziel. Tickets für die Schifffahrt bekommt man am Anleger. Erwachsene bezahlen für die Fahrt bis zur Herreninsel regulär 11,50 Euro. Ein Kombi-Ticket für die Herren- und Fraueninsel kostet regulär 13,40 Euro.

Ein ausgeschilderter Wanderweg über die Herreninsel startet direkt am Dampfersteg der Chiemsee-Schifffahrt. "Von dort geht es vorbei an der alten Marienkirche aus Tuffstein zum Augustiner-Chorherrenstift, einem ehemaligen Kloster", schildert "Chiemsee-Alpenland Tourismus" die empfohlene Route. Und weiter "durch Alleen und eine abwechslungsreiche Waldlandschaft" bis zu den drei Aussichtspunkten der Insel – der Nordspitze mit der idyllisch gelegenen Kreuzkapelle, dem Pavillon "Ottos Ruh" im Süden und der Bucht "Pauls Ruh", wo man den Blick auf den Chiemsee und die Voralpen in aller Ruhe genießen kann.

"Pauls Ruh", ein Platz zum Entspannen.
"Pauls Ruh", ein Platz zum Entspannen. © Thomas Kujat/Chiemsee-Alpenland Tourismus

Über die Auffahrtsallee gelangt man schließlich zum berühmten Schloss Herrenchiemsee, ehe der Spazierweg zurück zum Schiffsanleger führt. Die Prunkräume des Schlosses können "im Rahmen von Führungen täglich" besichtigt werden, so der Tipp. Die Tickets für das Schloss (14 Euro regulär, 13 Euro ermäßigt, Kinder unter 18 Jahren kostenlos) gibt es beim Besucherpavillon am Dampfersteg zu kaufen.

Spaziergang auf Sisis Spuren am Starnberger See

Kaum sind die Sommerferien und der Trubel am Steg vorbei, wird der Starnberger See zu einem Ort der Ruhe und Entspannung. Ein idyllischer Spazierweg führt von Possenhofen bis nach Feldafing, wo man dank eines kostenlosen "Audiospaziergangs" auf den Kindheitsspuren der späteren Kaiserin Elisabeth wandeln kann.

Auf Sisis Spuren am Starnberger See.
Auf Sisis Spuren am Starnberger See. © gwt Starnberg GmbH/Newman Pictures

Die Tour (vorbei am Schloss Possenhofen und mit Blick auf die Roseninsel), die der "Region Starnberg Ammersee" zufolge von den Orten ihrer Kindheit, aber auch die Geschichte ihrer späteren Jahre erzählt, ermöglicht es, "die Spuren von Sisis Lebensreise" zu verfolgen. Dafür kann man an den insgesamt neun Stationen mit dem Handy den QR-Code scannen und "historische Fakten, persönliche Erlebnisse und skurrile Abenteuer hören" – während man an den Original-Schauplätzen vorbeispaziert. Die Tour startet am Bahnhof in Possenhofen (von München aus mit der S6 erreichbar). Die Stationen haben keine feste Reihenfolge. Wer mag, kann den Ausflug mit einer Schifffahrt (www.seenschifffahrt.de) kombinieren.

Ausflug zum Klostergut Schlehdorf

Wenige Gehminuten vom Kochelsee entfernt liegt das Klostergut Schlehdorf, wo das Hofcafé (geöffnet dienstags und donnerstags 14 bis 18 Uhr, freitags 13 bis 18 Uhr, samstags 10 bis 17 Uhr) in der urigen Atmosphäre des ehemaligen Schafstalls oder auf der Wiese hausgemachten Kuchen anbietet. An diesem Samstag (19. September) findet beim Klostergut zum Höhepunkt der Erntesaison außerdem ein Hoffest von 10 bis 17 Uhr statt (klostergut-schlehdorf.de). Anreise: ab Bahnhof Kochel am See mit dem Bus der Linie 9611 bis zur Haltestelle Schlehdorf Post.

Ausblick auf das Klostergut Schlehdorf.
Ausblick auf das Klostergut Schlehdorf. © imago

Empfehlenswert ist ein ausgiebiger Spaziergang (mit festem Schuhwerk) plus Schifffahrt: Mit dem Motorschiff (bei schönem Wetter; motorschifffahrt-kochelsee.de) von Kochel am See nach Altjoch – und von dort aus zu Fuß über den idyllischen Felsenweg eine Stunde nach Schlehdorf, sowie mit Schiff (oder Bus) zurück, rät das "Zwei-Seen-Land".

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