Schee am See: Fünf Ausflüge ins Fünfseenland

Das Ehepaar Hesse stellt 80 Orte im Fünfseenland vor, an denen es sich einfach glücklich sein lässt. Eine Auswahl.
| Ruth Schormann
X
Sie haben den Artikel der Merkliste hinzugefügt.
zur Merkliste
Merken
3  Kommentare Artikel empfehlen
Das Fünfseeland hat einiges zu bieten.
Das Fünfseeland hat einiges zu bieten. © imago images

Fahr hin und werd glücklich – mit dieser simplen Aufforderung beginnen Andrea und Harald Hesse ihre Führer zu Glücksorten in Bayern, nach dem Chiemsee und dem Allgäu ist nun das Fünfseenland dran.

Mitreißend euphorisch und dabei ganz einfach ohne ausufernd lange Abhandlungen zeigt das Paar, dass es oft nicht viel braucht, um einen wunderbaren Moment, einen schönen Ausflug, eine unbeschwerte Zeit zu genießen - gerade während einer Pandemie kann ja das kleine Glück, das quasi vor der Haustür darauf wartet entdeckt zu werden, nicht hoch genug wertgeschätzt werden. Und so empfehlen die beiden Wahlmünchner in ihrem neuesten Werk Märkte, Spazierwege, Aussichtspunkte, Läden, Kapellen und so manchen Geheimtipp rund um Ammer-, Wörth-, Weßlinger, Pilsen- und Starnberger See.

Eine kleine Auswahl ihrer 80 Glücksorte präsentiert Andrea Hesse in der AZ: Auf geht's, glücklich werden!

Am Wörthsee

"Wo die Vordere Seestraße die Wörthseer Rossschwemme kurvig umarmt und man früher die Pferde nach getaner Arbeit tränkte, ruht ein Angelhakenherz (im Bild) auf einer rost-braunen Vierkantstele. Bewegt man sich auf die Skulptur zu, steigt sie mit jedem Schritt weiter himmelwärts", schreibt Andrea Hesse der AZ.

Und: Nur wenige Hundert Meter weiter, quasi am nördlichsten Punkt des Sees, steht im Schatten alter Bäume eine schlichte Parkbank. "Vor allem in den Morgenstunden lädt das Plätzchen zur Stipp- und Genussvisite ein", empfiehlt sie.

Das Angelhakenherz am Wörthsee.
Das Angelhakenherz am Wörthsee. © Harald Hesse

Am Weßlinger See

Andrea Hesse meint: "Wer sich nach Luft, Wasser, Idylle und besseren Aussichten sehnt, kommt am herzförmigen Weßlinger See nicht vorbei." In einer guten halben Stunde habe man den kleinsten der fünf Seen mit der sprudelnden Fontäne umrundet. "Anschließend einen Sundowner to go auf dem Steg am Wasserberghäusl in aller Ruhe genießen und der Sonne weiter beim Zubettgehen zusehen - Schöneres gibt es nicht!"

In einer halben Stunde um den Weßlinger See.
In einer halben Stunde um den Weßlinger See. © Harald Hesse

Am Pilsensee

 "Zum Glücklichsein braucht es nicht viel, manchmal reichen dafür schon ein wenig Obst und Gemüse", findet Andrea Hesse. Ein Besuch auf dem Seefelder Wochenmarkt am Pilsensee (immer donnerstags ab acht Uhr) sei daher besonders empfehlenswert. "Rund ein Dutzend Verkaufsstände bieten dort ihre Produkte feil, auch eine Landbäckerei und Käserei sind dabei. Vor allem kommt die Lebensmittelpartie gegenüber vom Alten Rathaus ohne großes Menschengewusel aus. Und weil das Auge mitisst, wird ihm 500 Meter die Hauptstraße hoch am Marienplatz in Oberalting ein heutzutage seltenes Vergnügen serviert, das man eigentlich nur von Siedlungen mit langer Vorgeschichte kennt: ein hübsches Ensemble aus Pfarrkirche, Wirtshaus Ruf - übrigens eine der ältesten Gaststätten im Fünfseenland - und Marienbrunnen."

In Oberalting am Pilsensee gibt es übrigens eine der ältesten Gaststätten im Fünfseenland
In Oberalting am Pilsensee gibt es übrigens eine der ältesten Gaststätten im Fünfseenland © Harald Hesse

Am Starnberger See

"Wer den unbändigen Wunsch verspürt, die nervenden Zwänge des Alltags für ein kleines Weilchen abzustreifen, ist im Starnberger Schlossgarten goldrichtig", schreibt Andrea Hesse der AZ. "Der kleine, täglich von 8 bis 18 Uhr geöffnete und im Stil eines Renaissancegartens angelegte Park liegt hoch über der Stadt und ist nicht einmal allen Einheimischen bekannt. Das von dicken Mauern umfriedete lauschige und verschwiegene Plätzchen beglückt durch eine besondere Harmonie der Stille. Und von einem kleinen Turm aus (im Foto) hat man einen traumhaft schönen Weitblick über die Dächer Starnbergs und den See hinweg aufs Alpenpanorama. Und danach holt man sich bei der Starnberger Eiswerkstatt in der Wittelsbacher Straße 9 ein hausgemachtes Eis in der frisch gebackenen Butter-Zimt-Waffel to go - wow!", empfiehlt sie.

Der Schlossgarten am Starnberger See ist nicht mal allen Einheimischen bekannt.
Der Schlossgarten am Starnberger See ist nicht mal allen Einheimischen bekannt. © Harald Hesse

Am Ammersee

"Völlig egal, wie man es mit der Religion hält, das Marienmünster in Dießen am Ammersee (im Foto) muss man einfach gesehen haben. Jeder - ob Groß oder Klein - , der die vielleicht großartigste Barockkirche Deutschlands betritt, ist sogleich geflasht", meint Andrea Hesse. Alles wirke so hoch, so weit, so licht, ja, "so fulminant", gerät die Autorin ins Schwärmen. "Hier wird man ungefragt vom Schönen, Guten, Wahren geküsst. Um sich nach diesem Boogie-Woogie der Gefühle wieder zu erden, bietet sich ein Besuch des Schacky-Parks an, ein wahrer Glücksgarten an Dießens südlichem Ortsrand. Darin kann man mit der ganzen Familie äußerst abwechslungsreich lustwandeln: Brunnen, Skulpturen, Weiher, gluckernde Bachläufe, knorrige Bäume, ein Monopteros und weitläufige Wege zieren dies verwunschene Kleinod. Perfekt für einen Ausflug mit Kind und Kegel."

Das Marienmünster am Ammersee muss man gesehen haben.
Das Marienmünster am Ammersee muss man gesehen haben. © Harald Hesse

"Glücksorte im Fünfseenland" von Andrea und Harald Hesse (168 Seiten, 14,99 €) ist im Droste-Verlag erschienen.

Lädt
Anmelden oder registrieren

Zum Login
Zu meinen Themen hinzufügen

Hinzufügen
Sie haben bereits von 15 Themen gewählt

Bearbeiten
Sie verfolgen dieses Thema bereits

Entfernen
Um "Meine AZ" nutzen zu können, müssen Sie der Datenspeicherung zustimmen.

Zustimmen
Teilen 3  Kommentare – mitdiskutieren Artikel empfehlen
3 Kommentare
Artikel kommentieren