Schäfers Weihnachtswunsch: Ein „gestandener Stürmer“

Club-Keeper Raphael sieht die Torflaute, sein Chef Franz Schäfer die Kassenlage. „Wir holen keinen so genannten Star“
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Sag’ mir, wo die Stürmer sind, die auch treffen? Club-Keeper Raphael Schäfer wünscht sich mehr Qualität in der Offensive.
Wolfgang Zink Sag’ mir, wo die Stürmer sind, die auch treffen? Club-Keeper Raphael Schäfer wünscht sich mehr Qualität in der Offensive.

Club-Keeper Raphael sieht die Torflaute, sein Chef Franz Schäfer die Kassenlage. „Wir holen keinen so genannten Star“

NÜRNBERG Nur neun Tore in zwölf Spielen, nach Hertha BSC (sieben Treffer) beschäftigt der Club die zweitgrößten Torschusspaniker der Liga. Kein Wunder also, dass sich Club-Keeper Raphael Schäfer für eine Verstärkung der Abteilung Attacke im Winter ausspricht. „Ein gestandener Stürmer würde uns vielleicht gut zu Gesicht stehen.“

Allerdings will Schäfer dies nicht als zwingende Handlungsanweisung an die FCN-Chefetage verstanden wissen, denn: „Wir haben ja das Potential, wie man jetzt an der Entwicklung von Albert Bunkaju sieht.“ Mehr Qualität könne laut Schäfer aber dennoch nicht schaden unter der Voraussetzung, „dass etwas auf dem Markt ist.“

"Jeder Verein sucht händeringend gute Stürmer"

Und bezahlbar wäre. Ob der angespannten Finanzlage (5,8 Millionen Euro Unterdeckung) verbietet sich eh eine größere Einkaufstour, wie Präsident Franz Schäfer betont: „Jeder Verein sucht gerade händeringend gute Stürmer. Von uns wird es da keinen Schnellschuss geben. Und solange ich Präsident bin, werden wir auch keine so genannten Stars verpflichten.“ Gemeint sind ehemalige Hochkaräter wie Ex-Bayern-Knipser Roy Makaay (Feyenoord Rotterdam) oder Ebi Smolarek (immer noch vereinslos), die günstig zu haben wären.

Anders sähe die Situation allerdings aus, sollte es Manager Martin Bader gelingen, den Kader auszudünnen, um so finanziellen Handlungsspielraum zu schaffen. Mögliche Abgabe- oder Ausleih-Kandidaten wären Peter Perchtold, Matthew Spiranovic oder Joe Mnari, die bei Trainer Michael Oenning nicht, oder nur sehr selten zum Einsatz kommen. Ganz zu Schweigen von Michael Oennings prominentesten Bank- bzw. Tribünenhocker, Angelos Charisteas.

Hat "Harry" mit dem Club schon abgeschlossen?

Nach seiner Rückkehr aus Leverkusen schien es so, als wollte es „Harry“ wirklich noch einmal wissen. Aber trotz aller Bemühungen, mehr als zwei Startelf- und drei Kurzeiteinsätze (null Tore) sprangen nicht dabei heraus. Mit einem Muskelfaserriss und seiner öffentlichen Klage „Ich habe hier nie eine richtige Chance bekommen“, schoss er sich dann völlig ins Abseits.

Wer Harry jetzt beim Training zusieht, kann sich des Eindrucks nicht erwehren, dass der 29-Jährige mit dem FCN abgeschlossen hat. Dazu passt auch, dass sich der Stürmer wegen einer schweren Erkältung einen Tag vor dem 0:1 in Mainz bei Trainer Michael Oenning abmeldete, dann aber gestern für die WM-Relegationsspiele gegen die Ukraine (14. und 28. November) in Richtung Heimat aufbrach. Beim Club hätten sie vermutlich nichts dagegen, wenn sich für ihren frustrierten Griechen (Vertrag bis 2011 beim FCN) im Winter ein Abnehmer finden würde. Rund 1,5 Millionen Euro Jahresgehalt könnte sich der FCN dann sparen oder reinvestieren. Und Charisteas hat nun die Chance, in der Relegation zur WM auf internationaler Ebene zu beweisen, dass er nicht alles verlernt hat. KK/ERG

Mehr über den Club lesen Sie in der Print-Ausgabe Ihrer Abendzeitung am Mittwoch, 11. November.

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